Diesjährige "Anti-Pelzsaison": Trotz weltweiter Proteste Pelzproduktion wieder ansteigend!

Wien (OTS) - Während in Österreich die Pelzfarmen seit 3 Jahren verboten sind und immer mehr Pelzgeschäfte schließen, mußten in der heurigen Pelzsaison im Vergleich zum Vorjahr weltweit wieder 7% mehr Nerze und sogar 8% mehr Füchse für die menschliche Eitelkeit ihr Leben lassen. So wurden insgesamt 29,4 Millionen Tiere getötet; allein in Dänemark, dem größten Nerz-"Produzenten" der Welt, 12,3 Millionen, 13% mehr als letztes Jahr! Skandinavien ist für mehr als 50% dieser sinnlosen Nerzmorde verantwortlich, bei Füchsen sind es sogar 60%!

In Österreich gibt es - dank jahrelanger Proteste von Tierschützern, v.a. des VgT - seit November 1998 keine Pelzfarmen mehr. Das Pelztierleid wurde - u.a. mithilfe unserer Steuergelder (der letzte österreichische Pelzfarmer Pfeifer aus Heidenreichstein kassierte eine Abfindung von 4,7 Millionen Schilling von der NÖ. Landesregierung) - ins Ausland exportiert. Von dort werden die Pelze ganz legal wieder importiert - und Österreich "wäscht seine Hände in Unschuld". Aber das Leid der Pelztiere ist ein internationales Problem. Erst wenn auch die Pelzimporte nach Österreich unterbunden sind, wird unser Land nicht mehr daran mitschuldig sein.

Neben Österreich haben schon die Schweiz und Holland Pelzfarmverbote erlassen und in England tritt das Pelztierhalteverbot am 1. Jänner 2003 in Kraft. Im Moment gibt es dort noch 6 Nerzfarmen. Die Regierung zahlt Kompensationszahlungen für die letzten Farmen, wenn diese vor diesem Zeitpunkt schließen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird das genügend Motivation für die letzten Pelzfarmen sein, bis Februar 2002 zuzusperren.

Auch in Schweden hält die Landwirtschaftsministerin Margareta Winberg Pelzfarmen für ethisch inakzeptabel. Derzeit tagt dort ein Kongreß der sozialistischen Partei, auf dem eine Parteilinie für ein Pelzfarmverbot beschlossen werden soll. Danach kommt es ins Parlament. Damit wird es eine parlamentarische Mehrheit gegen Pelzfarmen geben, weil rot und grün in Schweden politisch dominieren. Ab nächsten Frühling könnte es in Schweden ein komplettes Pelzfarmverbot geben.

Nicht zu vergessen sind die sogenannten Pelzverbrämungen, zu finden an Krägen und Ärmeln von Jacken und Mänteln. Oft sind diese aus Hunde- oder Katzenfellen hergestellt und kommen zum Großteil aus Asien, wo sie unter unverstellbar grausamen Bedingungen "geerntet" werden. Die meisten Menschen, die sich eine solches Kleidungsstück mit Pelzkragen kaufen, ahnen nichts von den Hintergründen. Daher schickt der VgT Interessierten gerne ein Video mit authentischen Aufnahmen zu.

Überall auf der Welt wird mehr denn je gegen das unermeßliche Leiden der Pelztiere protestiert, welches gerade jetzt im Herbst durch das millionenfache Umbringen der Füchse, Nerze, Nutrias oder Chinchillas durch Vergasen, Elektroschock, Giftspritze oder Genickbruch wieder hochaktuell ist. Auch in Österreich protestiert der VgT seit nunmehr 3 Jahren regelmäßig die gesamte Pelzsaison hindurch in der Wiener Innenstadt gegen die nach wie vor durchgeführten Importe von Pelzen. Seit 3 Wochen stehen wir wieder am Wiener Stock-im-Eisen Platz, so auch am morgigen Samstag, den 3. 11. 2001 ab 10.00 Uhr. Wir werden hier jeden Samstag die ganze Wintersaison zwischen 10 und 18 Uhr mittels neuen Transparenten, Plakaten, Fotos und einem speziellen Video über das Pelztierleid aufklären. Ab Montag, den 5.11.01, werden wir zusätzlich jeden Nachmittag zwischen 16 und 20 Uhr an einem anderen Ort in Wien Informationsveranstaltungen abhalten, am kommenden Montag z.B. in der Meidlinger Hauptstr. 26-30.

Rückfragen & Kontakt:

Verein gegen Tierfabriken
vgt@vgt.at
Web: www.vgt.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS