Arbeitsmarkt: Bures hält Bartenstein-Pläne für unzumutbar

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures lehnt eine Verschärfung der Zumutbarkeitsbestimmungen für Arbeitslose entschieden ab. "Die Pläne von Arbeitsminister Bartenstein gehen über das Maß des Zumutbaren weit hinaus", so Bures am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Bures machte deutlich, dass einerseits die einschlägigen Bestimmungen in Österreich vergleichsweise sehr streng seien; andererseits sei in der aktuellen Situation aktive Arbeitsmarkt und aktive Wirtschaftspolitik gefordert. In beiden Bereichen versage der Arbeits- und Wirtschaftsminister, so Bures. ****

Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin erinnert daran, dass das AMS zu erheblichen Einschnitten beim Qualifikationsangebot gezwungen wird, weil die Regierung dem AMS heuer und im kommenden Jahr 37 Milliarden Schilling entzieht. Die steigende Arbeitslosigkeit würde eine Ausweitung der Aus- und Weiterbildungsprogramme erfordern, sagte Bures.

Die Verschärfung der Zumutbarkeitsbestimmungen würde demgegenüber zu einer schleichenden Dequalifizierung führen, die eine nachhaltige Schlechterstellung der betroffenen Arbeitnehmer zur Folge habe. Darüber hinaus seien auch die Folgen für den Wirtschaftsstandort negativ, erklärte Bures, zumal die Qualifikation der Arbeitnehmer einer der wichtigsten Faktoren für den Standort sei.

Bures wirft Bartenstein vor, nicht die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, sondern die Arbeitslosen. "Die geplanten Verschärfungen bei den Zumutbarkeitsbestimmungen sind falsch, unsozial und schädigen langfristig sowohl die individuellen Chancen der Arbeitnehmer als auch den Wirtschaftsstandort", fasste Bures zusammen. (Schluss) wf

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