Kopietz: Feuerwehr für Maßnahmen bei Milzbrand-Alarm am besten geeignet

Heftige Kritik an Ausschaltung der Feuerwehr bei Milzbrand-Alarm-Einsätzen durch das Bundeskanzleramt und den Verteidigungsminister

Wien (OTS) "Das Detektieren eines Stoffes ist das eine, das Beseitigen der Sporen in der Luft das andere. Das sollte auch Brigadier Christian Segur-Cabanac wissen", stellte der Landesparteisekretär der Wiener SPÖ, Hauptbrandmeister und GR Harry Kopietz am Freitag in einer Reaktion auf eine Aussage des Brigadiers in der Donnerstag- Ausgabe des "Kurier" fest. "Segur-Cabanac geht nur von festen Stoffen aus, gerade bei Milzbrand ist aber die Schnelligkeit der Sporen sehr wohl ein Thema", so Kopietz.****

Kopietz unterstrich in diesem Zusammenhang die vom Wiener Branddirektor geäußerte Kritik am Bundeskanzleramt und am Verteidigungsminister, die durch eine Änderung der Maßnahmen bei Milzbrand-Alarm die Feuerwehr "bewusst" ausgeschaltet haben: "Von allen Institutionen in Österreich ist die Feuerwehr sowohl personell als auch messtechnisch am besten ausgerüstet, um bei solchen Notfällen einzuschreiten. Aus politischen Gründen die Feuerwehr auszubremsen und das Bundesheer zu bevorzugen, heißt, die Sicherheit der Bevölkerung für eigene Eitelkeiten fahrlässig zu opfern."

"Die Tausenden Feuerwehrmänner und -frauen sind tagtäglich in allen Bundesländern im Einsatz und wissen am besten, wie man mit heiklen Fällen umzugehen hat. Durch ihre große personelle Stärke können sie die Messungen auch in ganz Österreich vor Ort durchführen", hat Kopietz kein Verständnis für das Ausboten der Feuerwehr. "Die Leistungen des österreichischen Bundesheeres sind in höchstem Maße anzuerkennen. Die derzeitige weltpolitische Lage aber einzig und allein dazu auszunutzen, um seine eigene Klientel auf Kosten der Sicherheit der ÖsterreicherInnen zufrieden zustellen, ist klar und deutlich abzulehnen", so Kopietz abschließend. (Schluss)

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