Bartenstein: "Keine kurzfristigen Maßnahmen"

Interview: Martin Bartenstein. Für den Wirtschaftsminister ist der Sozialpartner-Entwurf zum Abfertigungssystem lediglich "eine gute Grundlage für eine Regierungsvorlage".

Wien (OTS) - Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein sprach sich gegen besondere konjunkturpolitische Maßnahmen aus. Das neue Sozialpartner-Entwurft für das Abfertigungssystem ist für ihn lediglich "eine gute Grundlage für eine Regierungsvorlage".

Wenn es nach Arbeitsminister Martin Bartenstein geht, ist die höher werdende Arbeitslosigkeit kein Signal, wirtschaftspolitisch einzuschreiten. "Die Arbeitslosenrate liegt bei der Hälfte des EU-Durchschnittes. Deutschland hingegen nähere sich mit der Zahl der Arbeitssuchenden bereits der Vier-Millionen-Marke. Wir sollten die 175.000 Arbeitslosen dieses Landes in diesem Lichte sehen und nicht unnötig dramatisieren", so der Minister in einem Interview mit dem INDUSTRIEMAGAZIN. Die Wirtschaftspolitik solle eingreifen, aber mit den richtigen langfristigen Maßnahmen. Die seien die Fokussierung auf Forschung Entwicklung und Bildung. Impulse für den Arbeitsmarkt wären von den Investitionen in die Verkehrsinfrastrukur zu erwarten, die Anfang kommenden Jahres strukturiert werden sollten.

Zum Modell der "Abfertigung neu" bemerkte der Wirtschaftsminister:
"Der Vorschlag der Sozialpartner ist ein Durchbruch im Sinne der Arbeitnehmer. Von den Prinzipien und Eckpunkten halte ich das Modell für ausgewogen und gut geeignet als Grundvorlage für eine Regierungsvorlage. Details muß man aber sicher noch diskutieren." Die Wahlfreiheit mit der Alternative zwischen Absicherung während des Berufslebens und/ oder einer betrieblichen Zusatzpension sei jedenfalls zu begrüßen, meinte Bartenstein.

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