"Kleine Zeitung"-Kommentar: "AEIOU" (Von Johannes Kübeck)

Ausgabe vom 2. November 2001

Graz (OTS) - Die Welt rückt im Kampf gegen den Terror zusammen, aber Österreichs Spitzenpolitik hat Wichtigeres zu tun. Dienstreisen seiner Spitzenpolitiker werden durch die befassten Personen und bewussten Intentionen zur Staatsaffäre aufgeblasen.

Die Zutaten der Affären könnten aus der Hexenküche für politische Henkersmahlzeiten kommen. Die zwei höchsten Repräsentanten des Staates sind einander spinne Feind. Es regnet Inszenierungen wie von Akten des wechselseitigen Misstrauens, von Bußgängen in dunklen Kellern und von Begegnungen mit eisigen Mienen. Beide sind zudem noch durch unterschiedliche Behandlung in den Medien voneinander isoliert.

Parallel dazu liefern einander zwei karrierebewusste Frauen ein ähnliches Gefecht. Neben allen ihren eigenen Mitteln bedienen sie sich auch höchster Kabinette der Republik. Eine der Damen ist die Gattin eines der Staatsspitzen, die andere wird als dessen Amtsnachfolgerin gehandelt.

Eitelkeit und Eifersucht bekommen so ganz neue Dimensionen. Und das vielfältige Kürzel AEIOU für die Rolle Österreichs in der Welt erhält eine neue Deutung: Alle erregt in Österreich Unwesentliches. ****

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