FP-Marchat: Entschädigung auch für "Gefangene des Westens"

Das Kriegsentschädigungsgesetz muß jetzt rasch novelliert werden

St. Pölten (OTS) - "Nicht nur Kriegsgefangene, die im Zweiten Weltkrieg in osteuropäischer Gefangenschaft waren, sondern auch solche, die in Gefangenschaft westlicher Alliierter geraten waren, müssen rasch eine finanzielle Entschädigung bekommen!" Das forderte heute der freiheitliche Landesparteisekretär LAbg. Franz Marchat. Der FP-Sprecher zollte der Regierung zwar "großes Lob", weil sie als erste in dieser Angelegenheit tätig geworden wäre, gab aber zu bedenken, daß "Gefangene des Westens" schon aus Gründen der Gerechtigkeit und der Humanität nicht von der derzeitigen Regelung ausgeschlossen bleiben dürften. In Anbetracht des hohen Alters vieler Betroffener sollte die Novellierung des Kriegsgefangenentschädigungsgesetzes rasch beschlossen werden.****

Derzeit gelte das Gesetzt lediglich für jene österreichischen Kriegsteilnehmer, die in mittelost- oder osteuropäischen Ländern, wie Albanien, Bulgarien, ehemalige Sowjetunion, Rumänien, ehemalige Tschechoslowakei oder Jugoslawien in Gefangenschaft gewesen sind, betonte Marchat. "Die Niederösterreichischen Freiheitlichen fordern jedoch gleiches Recht für alle Kriegsgefangenen!", so der FP-Politiker. Die monatlichen Entschädigungen, die sich je nach Dauer der Gefangenschaft zwischen 200 und 500 Schilling bewegten, müßten noch vor der Budgetsanierung an alle Betroffenen ausbezahlt werden, schloß Marchat.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/9005-13 444

NÖ Landtagsklub der Freiheitlichen

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FKN/OTS