Betrifft Artikel im Kurier vom 11. Oktober 2001 'Uhu-Alarm im Tierpark'

Herberstein (OTS) - Der Wildpark Altenfelden und insbesondere sein Besitzer Herr Laher, scheinen den Auftrag und Sinn eines Zoos nicht verstanden zu haben. Seriöse Zoos weltweit initiieren, finanzieren und führen Projekte zum Schutz freilebender Tiere durch, die in ihrem Bestand als Art gefährdet und/oder vom Aussterben bedroht sind. Zu diesen Arten zählt unter vielen anderen auch der europäische Uhu, der aus Ignoranz und menschlichen Beuteneid an den Rand der Ausrottung gebracht wurde.

Der Bildungsauftrag eines Zoos scheint Herrn Laher vollkommen fremd zu sein, erweist er sich doch selbst als absolut inkompetent in zoologischer als auch in tiergärtnerischer Hinsicht.

Offensichtlich unfähig die unter seiner Obhut stehenden Tiere zu schützen, wie jeder fachlich einwandfrei geführte Zoo dieser Welt, beweist er schon durch den Gebrauch des Terminus 'Raubvogel', dass die Entwicklung der Mensch - Tier Beziehung der letzten Jahrzehnte an ihm spurlos vorübergegangen ist.

Die Österreichische Zoo Organisation (OZO), der die wissenschaftlich geführten Zoos Innsbruck, Salzburg, Schönbrunn und Herberstein angehören, verurteilen die Aussagen Herrn Lahers auf das Schärfste und fordern ihn hiermit auf die Richtlinien der europäischen Zoo-Direktive umgehend in verantwortungsvoller Weise umzusetzen und sich offiziell für seine skandalösen Aussagen zu entschuldigen und seine Position neu zu überdenken.

Andreas Kaufmann
Stellvertretender Vorsitzender der Österreichischen Zoo Organisation

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