AK OÖ: Studiengebühren haben dramatische Konsequenzen Vor allem berufstätige Studierende werfen das Handtuch

Linz (AKO) Als "Bestätigung meiner schlimmsten Befürchtungen" bezeichnet AK-Präsident Hubert Wipplinger die heute veröffentlichten Inskribentenzahlen der Universität Linz. In einzelnen Studienrichtungen gibt es Rückgänge bis zu 25 Prozent. Besonders betroffen: die berufstätigen Studierenden.

Sowohl bei den Erstsemestrigen als auch bei den bereits Inskribierten zeigen sich massive Rückgänge. Zwar läuft die Nachinskription noch bis 30. November, der Trend ist dennoch klar:
"Gerade wer das erste Mal inskribiert, tut das relativ früh und nicht erst in der Nachfrist", so AK-Bildungsexperte Dr. Fritz Bauer. "Der Rückgang bei den Erstsemestrigen - zwischen 18 und 25 Prozent - ist schon jetzt als dramatisch zu bezeichnen. Umso mehr als heuer ein besonders geburtenstarker Jahrgang mit fast 1.200 zusätzlichen österreichischen Maturanten an die Uni gekommen wäre."

Dass gerade die vollzeitberufstätigen Studierenden - rund ein Drittel der Studierenden an der Uni Linz - von den Studiengebühren betroffen sind, belegt eine von der AK Oberösterreich ausgewertete Befragung von mehr als 7.000 Studierenden im Frühjahr dieses Jahres.

14,5 Prozent gaben dabei an, ihr Studium aufgrund der Einführung von Studiengebühren abbrechen zu müssen. 35,4 Prozent gaben an, wegen der Gebühren nebenbei mehr arbeiten zu müssen als bisher. Regelmäßig erwerbstätige Studierende gaben dreimal häufiger an, das Studium abbrechen zu müssen als nicht (regelmäßig) erwerbstätige Studierende.

"Die Zahlen belegen die völlig verfehlte Bildungspolitik der Regierung. Leistungsbereite junge Menschen werden durch die Studiengebühren eindeutig vom Studium abgehalten. Wirtschaft und Gesellschaft können aber nicht auf das Potenzial hochqualifizierter Arbeitnehmer mit Uni-Abschluss verzichten. Für den Strukturwandel der oberösterreichischen Wirtschaft sind gut ausgebildete Universitätsabsolventen absolut lebensnotwendig", so der AK-Präsident.

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