Bartenstein: Wien unterlauft Kostenvorteile der Stromliberalisierung durch ungerechtfertigten Aufschlag beim Strompreis

Gefährdung des Wettbewerbes durch Mehrbelastung der Konsumenten

Wien (BMWA/OTS) - Die Kostenvorteile der Stromliberalisierung
werden in Wien für den Konsumenten durch ungerechtfertigten Aufschlag beim Strompreis bei Strom aus Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen unterlaufen, stellte heute Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein fest. Durch eine Mehrbelastung von 961 Millionen Schilling (69,8 Millionen Euro) für die Konsumenten werde der Wettbewerb in Wien und in den Wiener Umlandgemeinden gefährdet. ****

Denn die Gemeinde Wien schlägt 961 Millionen Schilling (69,8 Millionen Euro) Förderung für Strom aus Fernwärme ab 1.11.2001 auf alle Konsumenten des Netzbetreibers Wienstrom auf. Damit werden alle Konsumenten in Wien und den Wiener Umlandgemeinden mit 10,22 Groschen/ KWh/ mehrbelastet. Für den durchschnittlichen Haushaltskunden kommt es zu einer Mehrbelastung von ca. 350 Schilling pro Jahr bei einem Verbrauch von 3500 kWh, für die Großindustrie von bis zu 46 Millionen Schilling pro Jahr bei einem Verbrauch von 450 GWh.

Die E- Control GmbH geht von einer maximalen Förderung bei Strom aus Kraftwärmekoppelungsanlagen, die in das öffentliche Stromnetz einspeisen, von bis zu 6 Gr./KWh aus. Durch den Zuschlag werden für Haushaltskunden die Kosten für Netztarife und Steuern und Abgaben, die alle Stromkonsumenten zahlen müssen, um ca. 10% erhöht. "Durch diese nicht nachvollziehbare und überzogene Preiserhöhung durch den Wiener Landeshauptmann werden die Kostenvorteile durch die Liberalisierung für die Stromkonsumenten im Großraum Wien deutlich verringert," stellte Minister Bartenstein fest.

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