Gradwohl: Wie negativ ist der Grüne Bericht 2000?

Blau-schwarze Regierung verweigert Diskussion im Nationalrat

Wien (SK) Ein offener Brief von SPÖ-Agrarsprecher Heinz Gradwohl wird morgen sowohl bei Landwirtschaftsminister Molterer als auch bei den Landwirtschaftssprechern der Regierungsfraktionen eintreffen. Anlass des Schreibens: der Grüne Bericht 2000, der auf Wunsch der Regierungsfraktionen nicht im Plenum des Nationalrats diskutiert, sondern bereits im Ausschuss enderledigt werden soll. Diese Vorgangsweise lässt den Schluss zu, dass die Inhalte des Grünen Berichtes, der das Handbuch der österreichischen Landwirtschaftspolitik darstellt, so negativ sind, dass sie der öffentlich parlamentarischen Diskussion vorenthalten werden sollen, betonte SPÖ-Landwirtschaftssprecher Heinz Gradwohl. ****

Die Enderledigung im Ausschuss entspricht jedenfalls für Gradwohl in keiner Weise der Bedeutung der österreichischen Landwirtschaftspolitik. Besonders enttäuscht zeigte sich der SPÖ-Agrarsprecher darüber, dass bei Gesprächen aller Fraktionen von Seiten der Regierungsparteien eine Behandlung des Grünen Berichts im Plenum in Aussicht gestellt wurde.

Gradwohl kündigte an, dass die SPÖ jedenfalls im nächsten Ausschuss den Antrag stellen werde, den Grünen Bericht im Nationalrat zu behandeln und damit diesem sowohl für die Bäuerinnen und Bauern Österreichs als auch für die KonsumentInnen so wichtigen Thema die Bedeutung einzuräumen, die es verdient. Man kann gespannt auf das Abstimmungsverhalten der Abgeordneten der Regierungsfraktionen sein, schloss Gradwohl. (Schluss) se/mm

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