Schieder: Regierung versucht Gusenbauer "anzupatzen", um von eigenen Koordinierungsproblemen abzulenken

Wien (SK) Die Vorwürfe der Regierungsparteien, wonach ein Interview von SPÖ-Vorsitzendem Alfred Gusenbauer gegenüber einer israelischen Zeitung im Rahmen seines Besuchs im Nahen Osten Österreich geschadet haben soll, wies der außenpolitische Sprecher der SPÖ, Peter Schieder, scharf zurück: "Kanzler und Vizekanzlerin versuchen nun offensichtlich den SPÖ-Vorsitzenden bewusst anzupatzen, um von ihren gravierenden und nicht nur die Außenpolitik betreffenden Koordinierungsproblemen innerhalb der Bundesregierung abzulenken". "Gusenbauer hat mit seinem Besuch unserem Land geholfen", verwies Schieder darauf, dass sich Gusenbauer dafür eingesetzt habe, dass Israel wieder einen Botschafter nach Österreich entsenden sollte. Die Reise Gusenbauers sei "gut vorbereitet und sein Auftreten voll auf österreichischer Linie" gewesen, so Schieder am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Dass sich Gusenbauer in Israel für Österreich eingesetzt habe, gehe auch aus den heutigen Ausführungen Alfred Gusenbauers vor dem Jüdischen Weltkongress in Jerusalem hervor, so Schieder weiter. Gusenbauer habe eindeutig klargestellt, dass Österreich "weder ein Haider- noch ein Naziland" sei. Schieder verwies auch darauf, dass die SPÖ die einzige politische Partei in Österreich sei, die sich bereit erklärt habe, die "dunklen Flecken" hinsichtlich der Vergangenheit der Partei aufzuarbeiten. Offensichtlich versuche die Bundesregierung aber nun wie zu Zeiten der unglücklichen EU-Sanktionen, "mit falschen Behauptungen innenpolitisches Kapital zu schlagen", so Schieder abschließend. (Schluss) hm

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