KUKACKA: ZUSAMMENFÜHRUNG VON BAHN- UND POSTBUS RASCH VORANTREIBEN

Zuerst muss aber ÖBB-Busdienst aus ÖBB ausgegliedert werden

Wien, 30. Oktober 2001 (ÖVP-PK) Erfreut zeigte sich ÖVP-Verkehrssprecher Abg. Mag. Helmut Kukacka heute, Dienstag, über die Absicht des ÖIAG-Aufsichtsrates, in der Frage der Zusammenlegung der Busdienste von ÖBB und Post zu einer einheitlichen Bundesbusgesellschaft endlich "Nägel mit Köpfen" machen zu wollen, um die scheinbar "unendliche Bundesbus-Geschichte" doch noch zu einem positiven Ende kommen zu lassen. Er verwies darauf, dass die ÖVP seit vielen Jahren die Zusammenführung der beiden Busdienste fordere, damit endlich jene wirtschaftliche Vernunftlösung realisiert werde, die von den Experten seit zehn Jahren urgiert werde.****

Obwohl ursprünglich im Koalitionsabkommen 1987 vorgesehen, scheiterte die Zusammenlegung damals am kategorischen Veto von Bahn und Post. Schon im Februar 1988 hat der damalige Verkehrsminister Streicher eine gemeinsame Fahrplanerstellung, einen koordinierten Bus- und Lenkereinsatz, abgestimmte Investitionspläne, Linienentflechtungen und ein einheitliches Erscheinungsbild angekündigt. Von diesen vorrangigen Aufgabenstellungen wurde seit diesem Zeitpunkt praktisch nichts befriedigend umgesetzt, kritisierte Kukacka.

Angesichts der internationalen Konkurrenz sei es dringend notwendig, dass ein schlagkräftiges und international wettbewerbsfähiges österreichisches Unternehmen geschaffen werde, das endlich die Synergieeffekte von mindestens rund 300 Millionen Schilling durch die Zusammenführung der beiden Unternehmen realisiere, so der ÖVP-Verkehrssprecher. Immerhin machen beide Unternehmen massive Verluste.

Mit der entsprechenden Zusammenlegung der Busdienste könnten Überkapazitäten beim Fuhrpark, bei den Garagen und im Werkstättenbereich abgebaut, die zentrale Beschaffung von Bussen durchgeführt, und die konkurrente Parallelführung von Strecken abgeschafft und Fahrpläne besser koordiniert werden. Auch die unterschiedlichen Besoldungs- und Pensionsrechte könnten dabei besser aufeinander abgestimmt und vereinheitlicht werden, stellte Kukacka klar.

Wesentlich für die ÖVP sei aber auch, dass vor einer Zusammenlegung der Bahnbus von den ÖBB abgespalten und ein eigenes selbständiges ÖBB-Tochterunternehmen werde. Erst dann kann entschieden werden, in welcher Form die beiden Unternehmen zur größten Busliniengesellschaft fusioniert werden. Er hoffe jedenfalls sehr, dass rasch eine wettbewerbsfähige und kundenorientierte Bundesbus-Gesellschaft zustande komme, schloss Kukacka.
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