Bündnis für Innovation: Die Zukunft der Kompetenzzentren und CD Labors

Veranstaltung der Industriellenvereinigung: Sicherung des Forscher-und Wissenschafternachwuchses, weitere Clusterentwicklung und Zusammenführung der Kompetenzzentren unter ein gemeinsames Dach im Mittelpunkt

Wien (PDI) Die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ist für die Stärkung des Innovationsstandortes Österreich von zunehmender Bedeutung. Die Industrie hat deshalb den Rat für Forschung und Technologie (Rat F&Te) unterstützt, die Finanzmittel aus dem Offensivprogramm der Bundesregierung für wirtschaftsnahe Bereiche deutlich auszuweiten. Durch diese Initiativen können 48 Zentren unter Beteiligung von mehr als 300 Unternehmen und 120 wissenschaftlichen Institutionen aktiv forschen. Neben der seit vielen Jahre bewährten, gezielten und wirksamen Projektförderung des Forschungsförderungfonds (FFF) wurden in den letzten Jahren neue Programme erstellt um die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu forcieren: Die Kompetenzzentren und Christian Doppler (CD) Labors erfüllen mit unterschiedlicher Ausrichtung (wissenschaftlich bzw. anwendungsorientiert) eine wichtige Rolle.

Heute, Dienstag, findet im Haus der Industrie eine Veranstaltung des Bündnis für Innovation statt, bei der Experten aus ganz Österreich in Workshops Strategien für die Zukunft von CD-Labors und für Kompetenzzentren erarbeiten. Diese Kompetenzzentren bzw CD-Labors sind auf 4 bis 7 Jahre eingerichtet und sollen rechtzeitig konkrete Zukunftsszenarien für den Folgezeitraum vorlegen.

Aus Sicht der Industrie bedarf es folgender innovationspolitischer Schwerpunkte:

Wissensmanagement braucht Nachwuchs

Eine zentrale Aufgabe der Innovationspolitik ist die Sicherung qualifizierten Nachwuchses an Wissenschaftern und Forschern. Dabei darf sich die Politik aber nicht allein auf Universitäten und Fachhochschulen verlassen, so wichtig deren Rolle dabei auch ist. Die Finanzierung der Kompetenzzentren und CD Labors ist aus dem Offensivprogramm der Bundesregierung nicht ausreichend gesichert. Ab 2002 müssen die jeweiligen Ressorts in ihren Budgets entsprechende Vorsorge treffen und auf ein Programm zur Anschluss-Finanzierung der Bundesregierung drängen. Zur Erreichung des gemeinsamen Zieles, der Erhöhung der Investitionen in Forschung und Entwicklung auf 2,5 Prozent des BIP gibt es eine Strategie des Rates F&Te. Darin wird vor allem dem außeruniversitären Bereich mit Kompetenzzentren und CD Labors besondere Bedeutung beigemessen.

Differenzierte Modelle für Vielfalt in der Forschung

Bisher wurde bei Kompetenzzentren mit verschiedenen Konzepten gearbeitet. Unterschiedliche Ansätze - stärker grundlagen- bzw. anwendungsorientiert - haben differenzierte Lösungen verlangt und die verschiedenen Modelle gerechtfertigt. Längerfristig wäre es sinnvoll, sie unter einem Dach zu vereinen, um eine bessere gegenseitige Abstimmung, die Erzielung von Synergieeffekten und eine höhere Flexibilität bei der Finanzierung zu gewährleisten. Ein wichtiges Anliegen aller Konzepte ist es, Wissen mit langer Halbwertszeit zu vermitteln, also den Ausbau von anwendungsbezogenem Grundlagenwissen zu forcieren.

Cluster schaffen

Die Bündelung von Kompetenz und Clusterbildung leisten einen wesentlichen Beitrag für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit. Im Zusammenhang mit der Teilnahme am "6. Rahmenprogramm Forschung und technologische Entwicklung" der EU ist auf eine optimale Bündelung der österreichischen Kompetenzen und Innovationsstärken zur Erreichung eines ausreichenden kritischen Größenpotenzials zu achten. Zu vermeiden ist, dass die Gründung zu vieler Kompetenzzentren zur thematischen Überlappung führt und wegen Mangel an Qualifikation die Qualität leidet. Als Vorstufe der im europäischen Forschungsraum geplanten "Centers of Excellence" ist die Schaffung qualitativ hervorragender größerer Kompetenzzentren wegen Ihrer Sichtbarkeit und Wirksamkeit über Österreich hinaus erforderlich.

In der heutigen Veranstaltung im Haus der Industrie werden Strategien für diese Bildungs- und Innovationseinrichtungen diskutiert. Nach einer Diskussion um 16:00 Uhr zu Kooperationsmodellen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft mit Mag. Michael Binder (Generalsekretär des Rat F&Te), Mag. Harald Isemann (Gsf der Technologie Impulse Gesellschaft), Univ. Prof. Dr. Reinhart Kögerler (Präsident der Christian Doppler Gesellschaft) und Mag. Renald Kern (Forschungsförderungsfonds für dei gewerbliche Wirtschaft) wird Dr. Gerhard Riemer, Bereichsleiter für Bildungspolitik in der Industriellenvereinigung, die Ergebnisse des Tages zusammenfassen.

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