Forstinger: Ausweichverkehr auf die Schiene

Strenge Kontrollen und Bereitstellung von Schienenkapazität

Wien (OTS) - In einer Aussendung bekräftigte heute BM Monika Forstinger die Absicht den durch die Gotthardtunnel-Sperre zu erwartenden LKW-Ausweichverkehr mit der Schiene abzufangen und verwies auf bereits geführte Gespräche zwischen ÖBB und ÖKOMBI, die sich zuversichtlich zeigen, dieses Ziel zu erreichen. Eine klare Absage erteilte Forstinger der Forderung italienischer Frächter nach Aufhebung des Ökopunktesystems.*****

Laut ersten Schätzungen sei mit einer Verlagerung von maximal 600 LKW's täglich zu rechnen. Diese Zahl ist zur Zeit noch nicht erreicht, da sich der Großteil des Ausweichverkehrs über andere Schweizer Routen bewege. Durch die optimale Ausnutzung der bestehenden Kapazität und der Inbetriebnahme eines weiteren Zugpaares könne man bis zu 200 LKW's täglich zusätzlich auf die Schiene verlagern. Sollten diese Kapazitäten ausgeschöpft sein, sei es möglich weitere Kapazitäten bereitzustellen. Auch könne die Kapazität von bis zu 200 LKW Ladungen im unbegleiteten kombinierten Verkehr (UKV) bereitgestellt werden, sei seitens der ÖKOMBI versichert worden.

Österreich investiere bereits jetzt über 800 Millionen Schilling in die Rollende Landstraße und sei natürlich auch bereit die zusätzlichen Kapazitäten zu fördern, um damit die Verlagerung des Güterfernverkehrs von der Straße auf die Schiene voranzutreiben. "Durch diese Unterstützung ist Österreich Vorbild in ganz Europa", betont Forstinger. Sollten die gewünschten Verlagerungseffekte nicht eintreten, wären natürlich finanzielle Anreize seitens der Europäischen Union wünschenswert. Auch müsse alles getan werden um durch verstärkte Kontrollen eventuelle Ökopunktesünder abzuschrecken. "Durch die Bereitstellung von Kapazitäten auf der Schiene und massive Kontrollen müßte es gelingen den Großteil des zu erwartenden Ausweichverkehrs auf die Schiene zu bringen", zeigt sich Forstinger zuversichtlich.(Schluß bxf)

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