Mit der richtigen Einstellung sicher am Ball

Die Verletzungsgefahr bei Fußballern ist hoch. Jeder dritte Unfall ist auf Fouls von Hobby-Gladiatoren zurückzuführen. Die Aktion "Sicher am Ball" des ÖFB, der Bundessportorganisation und dem Institut "Sicher Leben" ruft zu Bewusstseinsbildung auf

Wien (OTS) - Fußball ist eine beliebte aber gleichzeitig auch gefährliche Sportart. Etwa 42.000 aktive Spieler verletzen sich pro Jahr beim Kampf ums runde Leder. Damit das Freizeitvergnügen nicht zu einem Spitalsaufenthalt führt, ist vor allem die richtige Einstellung gefragt. Jeder dritte Fußballunfall ist die Folge eines Fouls. Nicht rücksichtsloses Attackieren macht ein spannendes Spiel aus, sondern Ballgefühl, Kondition und Feldübersicht. "Fußball ist ein Teamsport, bei dem die Emotionen hoch gehen. Besonders gefährdet sind Hobby-Kicker. Fairness ist angesagt, und an oberster Stelle sollte die Gesundheit stehen. Lassen Sie sich weder vom Gegner noch vom Publikum provozieren", rät Dr. Rupert Kisser, Leiter des Institutes "Sicher Leben", allzu hitzigen Gemütern

Aktion "Sicher am Ball"

Fußball hat das höchste Verletzungsrisiko im Breitensport. Sogar beim National-Sport Skifahren verletzen sich weniger Menschen. Um den Massensport Fußball zu einer sichereren Sportart zu machen, wurde bereits vor einem Jahr das Projekt "Sicher am Ball" ins Leben gerufen. Auf Grund einer Studie des Institutes "Sicher Leben", welche das Unfallrisiko mit Fußballspielern verschiedenster Vereinsklassen testen ließ, wurden entscheidende Mängel aufgezeigt. "Das fängt bei einer gesunden Ernährung und qualitativ guten Ausbildung im Training an, geht über Auf- und Abwärmen weiter zu einem passenden Sport-Material, Schutzausrüstungen und guten Rasenbedingungen", erklärt ÖFB-Projektkoordinator Paul Gludovatz einige Maßnahmen und verweist vor allem auf die Wichtigkeit der Bewusstseinsbildung bei allen Beteiligten.

Zertifikat "Sicherer Fußballverein"

Das Projekt "Sicher am Ball" bietet interessierten Vereinen jetzt bereits Schulungen an. In Zukunft haben die Kooperationspartner vor, Vereinen, die ein komplettes Beratungsprogramm bei sich durchführen, das Zertifikat "Sicherer Fußballverein" zu verleihen. Die Vereine BNZ St. Pölten, Union Admira Landhaus und ASKÖ Rotenturm arbeiten derzeit intensiv daran, sich als Vorzeigevereine zu etablieren und sollen Ende des Jahres als erste "Sichere Fußballvereine" ausgezeichnet werden. Transparente sowie regelmäßige Durchsagen des Platzsprechers zu den Themen Ernährung, Fairness, Schutzausrüstung und Fair-Play werden bei den Matches eingesetzt. Die Trainingsprogramme dieser Vereine wurden speziell hinsichtlich Gesundheit abgeändert (Richtiges Aufwärmen, Stretching, Abwärmen). "Wir sind überzeugt, dass die Vereine rasch erkennen, dass Verletzungsverhütung dem sportlichen Erfolg guttut", meint Mag. Christian Halbwachs von der Bundessportorganisation.

Knochenbrecher für junge Männer

Statistisch gesehen, ist der "ideale" Fußball-Unfallkandidat 23 Jahre alt und männlich. Fast 50 Prozent der Verletzungen entfallen auf die Bereiche Kniegelenke und Fußknöchel. Beinahe jeder fünfte verletzte Fußballer muss sich seine gebrochenen oder verstauchten Finger vom Arzt behandeln lassen und fast jeder zehnte sein lädiertes Handgelenk. Mehr als zwei Drittel der Verletzungen sind Knochenbrüche, Sehnen- und Muskelverletzungen.

Um das Verletzungsrisiko zu minimieren hat das Institut "Sicher Leben" einige Tipps parat:

  • Trainieren Sie regelmäßig: Nicht nur kurzfristig vor einem Spiel, sondern während des ganzen Jahres.
  • Achten Sie auf eine gute Vor- und Nachbereitung bei Training und Spiel.
  • Im Falle eines (Un)falles: Verletzungen unbedingt ausheilen lassen.
  • Nehmen Sie Rücksicht auf ihre körperliche Verfassung und lassen Sie sich in der Hitze des Gefechtes nicht zu unüberlegten körperlichen Höchstleistungen hinreißen.
  • Protektoren, wie beispielsweise Schienbeinschützer, können das Verletzungsrisiko zusätzlich vermindern.

Der Info-Folder "Sicher am Ball - Profi-Tipps für Trainer und Spieler" kann gratis beim Institut "Sicher Leben" unter der Tel.Nr.:
01/715 66 44-313 bestellt werden.

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Pressestelle
Tel.: (01) 71 770/225
http://www.kfv.at

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