Forstinger: Faire Chancen für kleine Länder

Schwerpunkte in der Technologiepolitik werden für die nächsten vier Jahre festgelegt Luxemburg (OTS) - "Die heutigen Verhandlungen sind ein wesentlicher Schritt zur Verabschiedung des neuen 6. Rahmenprogramms für Forschung und Technologieentwicklung in Europa. Die formale Verabschiedung erfolgt durch den Forschungsministerrat im Dezember. Damit werden Europas Schwerpunkte in der Technologiepolitik für die nächsten vier Jahre festgelegt", so Technologieministerin Monika Forstinger heute, Dienstag, beim EU-Forschungsministerrat in Luxemburg. *****

"Neu dabei ist die Einbettung des 6. Rahmenprogramms (2002 - 2006) in das Konzept des Europäischen Forschungsraums, der erstmals eine gesamteuropäische Forschungs- und Technologiepolitik ermöglicht", erläutert Forstinger. Neben den Schwerpunkten wie Informationstechnologien, Materialwissenschaften und Produktionstechnologien, Luftfahrt und Weltraum stehen die Vernetzung der Forschungsaktivitäten der Mitgliedstaaten und die Förderung von Kompetenzzentren, sogenannten "Centers of Excellence", im Vordergrund.

Die Europäische Kommission sieht für das 6. Rahmenprogramm ein Budget von 17,5 Mrd. € vor, das sind um rund 2,5 Mrd. € mehr als im derzeit zu Ende gehenden 5. Rahmenprogramm zur Verfügung stehen. "Besonders erfreulich dabei ist, dass Österreich im laufenden 5. Rahmenprogramm beinahe 100 % der rückholbaren Mittel wieder ins Land holte. Das bedeutet, dass Österreichs Forschung seit dem Beitritt im europäischen Vergleich enorm aufholte und nunmehr voll wettbewerbsfähig ist", freut sich die Technologieministerin.

Im neuen Rahmenprogramm tritt Österreich für eine Aufwertung der europäischen Forschung in den Bereichen erneuerbare Energieträger, Verkehr und Transport, sowie für eine nachhaltige Entwicklung ein. Hier fordert Österreich eine Erhöhung der budgetären Mittel um 500 Mio. € auf insgesamt 2,2 Mrd. €. Mit den zusätzlichen Mitteln soll die Forschung in den Bereichen nachhaltige Mobilität und erneuerbare Energieträger forciert werden. Weiters soll ein eigener Forschungsschwerpunkt Strahlenschutz im Euratom Subprogramm geschaffen werden.

"Kritisch sieht Österreich jedoch das Bestreben der Kommission und einiger großer Mitgliedsstaaten, in Zukunft nur mehr Großprojekte zuzulassen. Für kleine Staaten die nicht über angemessene, großindustrielle Forschung verfügen, ist das so nicht akzeptabel", so Forstinger. Entsprechende Begleitmaßnahmen sind erforderlich, um diesen Staaten und ihren Forschungs- und Technologieeinrichtungen faire Zugangschancen zu garantieren. Österreich strebt hier Koalitionen mit anderen Staaten an.

Besondere Chancen rechnet sich Österreich im weiteren Ausbau der Forschungsinfrastrukturen aus - womit mit dem nationalen Kompetenzzentrenprogramm Kplus des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie eine ausgezeichnete Grundlage geschaffen wurde. "Es zeigt sich generell, dass Bereiche in die in Österreich investiert wurde, auch im europäischen Vergleich hervorragend abschneiden - der im Entstehen begriffene österreichische Eisenbahncluster ist ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung", so Forstinger abschließend. (schluß bxf)

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Monika Närr
Pressesprecherin
BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Tel.: 01/711 62/8400

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVM/OTS