Studiengebühren führen zu dramatischen Rückgang der Studierendenzahlen

Ein Viertel weniger Studierende - Bildungsvolksbegehren als

Wien (OTS) - letzte Chance für zigtausende (Ex-)StudentInnen

"Ministerin Gehrer kann schönreden soviel sie will - die
Zahlen sprechen eine deutliche Sprache", weißt ÖH-Vorsitzende Anita Weinberger auf den enormen Rückgang an Studierenden aufgrund der Studiengebühren hin. Gab es im vergangenen Semester noch rund 230.000 Studierende an Österreichs Universitäten, sind es ein halbes Jahr später nur noch knapp 176.000 Das bedeutet ein Minus von 25 Prozent (!). Die ÖH sieht es als zynisch und darüber hinaus als politische Dummheit an, den Rückgang der Studierendenzahl, der in weiterer Folge zu einer noch niedrigeren AkademikerInnenquote führen wird, als Erfolg zu werten.

"Anstatt ständig von einer Bereinigung der Studierendenzahl zu sprechen, sollte Ministerin Gehrer zumindest so ehrlich sein, einzugestehen, dass sie durch die Einführung von Studiengebühren zigtausenden Menschen ihre Zukunft verbaut und zum Teil auch deren Existenz zerstört hat. Dafür müsste sie nicht einmal noch bei der ÖH nach den dutzenden dementsprechenden Anrufen fragen, die jeden Tag hier eingehen, sondern braucht in ihrem Ministerium nur ein paar Zimmer weiter zur Studierendenanwaltschaft gehen", so ÖH-Vorsitzende Weinberger.

Andrea Mautz, zweite Frau im ÖH-Vorsitzteam, ergänzt: "Sieht man sich die aufgeschlüsselten Zahlen an, wird das Ausmaß des Studierendenrückgangs noch viel deutlicher: An der Uni Graz gibt es beispielsweise ein Drittel weniger Studierende, als im Vorjahr; nur noch 21.500 statt bislang rund 31.700." Auch von anderen Universitäten kommen erschreckende Meldungen: Universität Wien (die größte Universität des Landes): 57.826 statt bislang rund 87.000 Studierende (minus ein Drittel!). "Durch das Bildungsvolksbegehren soll noch einmal versucht werden, die Regierung zur Einsicht zu bewegen. Es muss verhindert werden, dass das Bildungsniveau in Österreich in den nächsten Jahren derart brutal sinkt, wie es diese Zahlen befürchten lassen", so Mautz abschließend.

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