Admont: Trotz Panikmache und Falschinformationen nur relative Mehrheit bei Volksbefragung gegen Nationalpark Gesäuse

Betroffene Gemeinden pro Nationalpark! Umweltdachverband fordert: Jetzt Nationalpark Gesäuse rasch verwirklichen!

Wien, 26.10.2001 (OTS) - Die heutige Volksbefragung in Admont zum Projekt eines Nationalparks Gesäuse ist wie erwartet enttäuschend ausgegangen, aber kein Grund vom Beschluss, den Nationalpark bis zum Jahr 2002 zu realisieren, abzugehen. Offensichtlich hat die Panikmache der Nationalpark-Gegner durch die Verbreitung von Horrormeldungen und Falschinformationen gegriffen. Das Ergebnis kann jedoch keinen entscheidenden Einfluss auf die weiteren Realisierungschritte dieses wichtigen Zukunftsprojektes haben, stellt Mag. Franz Maier, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes, in einer ersten Reaktion fest. Rechtlich hat das Votum in Admont ohnehin keinen Einfluss auf die Nationalpark-Werdung.

Das Ergebnis im Detail: Bei einer Wahlbeteiligung von nur 45 Prozent (=935 abgegebene Stimmen) haben sich 60 Prozent gegen einen Nationalpark ausgesprochen. Dies obwohl die Gemeinde Admont weder flächenmäßig noch sonst vom geplanten Nationalpark betroffen ist. Es kann nicht angehen, dass ein paar Hundert Fehlgeleitete über das Zukunftsprojekt einer ganzen Region entscheiden, so Maier weiter. Alle wirklich betroffenen Gemeinden wie Johnsbach, Weng oder St. Gallen haben sich hingegen klar für die rasche Nationalpark-Verwirklichung ausgesprochen.

Der Umweltdachverband fordert die Steiermärkische Landesregierung auf, aus der heutigen Volksbefragung die richtigen Schlüsse zu ziehen und endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Mitschuld am heutigen Ergebnis ist die bislang zögerliche und unentschlossene Vorgangsweise der Landesregierung. Die Vorbereitungsarbeiten und die Informationstätigkeit müssen dringend verstärkt werden.

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Mag. Franz Maier, Geschäftsführer Umweltdachverband

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