Heinzl: Lärmschutz A1 und Westbahn - noch kein Bauarbeiter in Sicht

Bahnhofsoffensive, Güterzugumfahrung und Lärmschutz im Plenum des Parlaments

St. Pölten, (SPI) - Zugesagter Baubeginn 2001, aber noch kein einziger Bauarbeiter in Sicht. So steht es um eines der wichtigsten Bauvorhaben entlang der A1 im Stadtgebiet der Landeshauptstadt St. Pölten - nämlich der Errichtung neuer Lärmschutzwände für die lärmgeplagte St. Pöltner Bevölkerung. Am vergangenen Mittwoch war dieser Sachverhalt wieder Thema im Parlament. Der St. Pöltner SPÖ-Nationalrat Anton Heinzl erinnerte Infrastrukturministerin Monika Forstinger wieder einmal an ihre Versprechungen. "Alles was bisher gegenüber der St. Pöltner Bevölkerung versprochen wurde, wurde gebrochen. Bei den zugesagten Lärmschutzmaßnahmen im Zuge der A1 ist noch kein einziger Bauarbeiter in Sicht, die Bahnhofsoffensive und damit die notwendige Modernisierung und Attraktivierung des St. Pöltner Hauptbahnhofs wurde gestoppt, die Güterzugumfahrung im Rahmen des Westbahnausbaus auf ein ‚Totes Gleis’ gelenkt", so Heinzl im Plenum des Parlaments.****

Die bereits seit Jahren geforderte Errichtung der Lärmschutzmaßnahmen entlang der A1 ist im Ausbauprogramm der ASFINAG für das Jahr 2001 vorgesehen, auf ministeriellen Beschluss aber bis jetzt noch nicht begonnen worden. Der Grund dürfte in der Verzögerung der Güterzugumfahrung und des sechsspurigen Ausbaus der Westautobahn im Stadtgebiet von St. Pölten liegen. Die Güterzugumfahrung soll um ein volles Jahrzehnt verzögert werden, der Ausbau der A1 ist angesichts der Kürzungen im Straßenbaubudget auch nicht mehr gesichert. Alle Baumaßnahmen greifen aber ineinander und sind sinnvoller Weise gemeinsam zu verwirklichen.

"Im Rahmen des Projektes Güterzugumfahrung wurden bereits 1,3 Milliarden Schilling investiert. Im Rahmen der Bahnhofsoffensive St. Pölten wurden ebenso bereits Millionen an Finanzmittel für die notwendigen Planungen und Vorbereitungen aufwendet, die fertigen Unterlagen liegen in den Schubladen der ÖBB-Planer. Der St. Pöltner Hauptbahnhof ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt im Herzen Niederösterreichs. 20.000 Schülerinnen und Schüler frequentieren den Bahnhof ebenso täglich wie Tausende Pendler und Fernreisende. Der St. Pöltner Hauptbahnhof verharrt im Standard der Jahrhundertwende, undichte Dächer, baufällige Übgänge, keine Lifte, fehlende Rolltreppen und keine behindertengerechte Einrichtungen sind nicht einmal mehr einer ‚Nebenbahn’ würdig. Ich sehe es als meine Aufgabe an, Ministerin Forstinger nicht nur an ihre Versprechungen zu erinnern, sondern auch weiter Druck auf die Verantwortlichen im Bund und im Land Niederösterreich zu machen, um der St. Pöltner Bevölkerung zu ihrem Recht zu verhelfen. Das verkehrs- und sicherheitstechnische Nadelöhr im Herzen der Landeshauptstadt ist nicht mehr tragbar", kündigt Heinzl weiteren Druck für die rasche Verwirklichung der zugesagten Baumaßnahmen an.
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