5 Jahre Nationalpark Donau-Auen

Umweltdachverband fordert: 2.200 Hektar wertvollste Auwälder endlich schützen und Planungsstopp für Donau-Oder-Elbe-Kanal!

Wien (OTS) - 5 Jahre Nationalpark Donau-Auen sind kein Grund zum Jubeln. Obwohl versprochen, fehlen dem Nationalpark Donau-Auen nach wie vor 2.200 Hektar wertvollste Auwälder. Weitere Gefahren drohen durch die Ost-West-Verkehrslawinen, den geplanten Donau-Oder-Elbe-Kanal und wegen fehlerhafter Infrastrukturen. "Wir müssen für unsere Donau-Auen weiter kämpfen", fordert Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes und Auschützer der ersten Stunde.

Versprechen endlich einlösen

Bisher sind lediglich die öffentlichen Flächen der Stadt Wien und der Bundesforste im Ausmaß von rd. 9.300 Hektar in den Nationalpark integriert. "Die versprochene Nationalpark-Größe von 11.500 Hektar muss endlich erreicht werden!", so Heilingbrunner. Der Umweltdachverband fordert die mehrfach versprochene Einbeziehung folgender weiterer Flächen im Ausmaß von insgesamt 2.200 Hektar in den Nationalpark:

  • Regelsbrunner Au (Verein Auenzentrum Petronell) (420 ha)
  • Petroneller Au (Abensperg-Traun) (1200 ha)
  • Sonstige (Gemeindewälder, Agrargemeinschaften etc.) (580 ha)

Eine Harmonisierung der Verwaltung sowie der Managementpläne und -maßnahmen ist überfällig. Nach wie vor präsentiert sich das Gebiet der Donau-Auen als Naturschutz-Fleckerlteppich und Verwaltungsdurcheinander. Darüber hinaus verlangt der Umweltdachverband noch in diesem Jahr den offiziellen Verhandlungsbeginn für eine Nationalpark-Erweiterung im Bereich der March- und Thaya-Auen.

Schlussstrich unter Donau-Oder-Elbe-Kanal!

Trotz Nationalpark-Gründung häufen sich in den letzten Monaten Jubelmeldungen von Lobbyisten für das Projekt eines Donau-Oder-Elbe-Kanals (DOEK). Heilingbrunner: "Das ist der größte Angriff auf die Donau-Auen seit 1984." Statt naturzerstörerischer Verkehrsprojekte braucht die Nationalpark-Region dringend eine bessere Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz. (Schnellbahnverbindung: Wien-Schwechat-Hainburg-Bratislava). Der Umweltdachverband fordert einen sofortigen Planungsstopp des DOEK. "Jeder Schilling an Planungskosten ist hinausgeschmissenes Geld. Das Projekt ist ein ökologisches Desaster und ein wirtschaftliches Milliardengrab zugleich", konstatiert Heilingbrunner.

5 Jahre nach dem Startschuss bleibt für die Au- und Naturschützer keine Zeit sich auf dem Erreichten auszuruhen. "Dafür haben wir nicht gekämpft!" bekräftigt Heilingbrunner abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Umweltdachverband - Mag. Franz Maier,
Geschäftsführer, Tel. 0664/335 95 32.

Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident,
Tel. 0664/38 18 462.

Dr. Sylvia Steinbauer, Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 01/40 113/21,
sylvia.steinbauer@umweltdachverband.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OGN/OTS