Wiener Gemeinderat (10)

Subvention für das Rabenhoftheater

Wien, (OTS) GR Dr. Andreas Salcher (ÖVP) urgierte den von der SPÖ "seit langem angekündigten" Theaterstrukturplan. Er brachte einen Antrag ein, demzufolge die Subvention nicht aus dem ordentlichen Kulturbudget erfolgen solle. Salcher bekannte sich zum Rabenhoftheater und erinnerte an erfolgreiche Produktionen.

In der Diskussion sei viel Unkonsequentes, Unwahres und Hilfloses gesagt worden, kritisierte StR DDr. Paul Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ). Er erinnerte daran, dass nur über die künstlerische Leistung abgestimmt werde und betonte, dass im Rabenhoftheater in fünf Monaten u.a. 17 Premieren gezeigt worden sind, wovon zwei es zu Nestroy-Nominierungen gebracht hätten. Das Rabenhoftheater sollte dem geforderten Zuschuss wert sein. Entschieden widersprach er Behauptungen der ÖVP, dass die sieben Millionen Schilling jemand weggenommen würden. Dies sei falsch, sie kämen aus Rücklagen.

Abstimmung: Mit Mehrheit angenommen.

Förderung an den Verein "Viennale"

GR Inge Zankl (SPÖ) beantragte eine Förderung für den Verein "Viennale" sowie für den Betrieb des Wiener Stadtkinos.

GR Mag. Christoph Chorherr (G) nahm das Geschäftsstück zum Anlass, um über die Zukunft der Stadtkinos zu sprechen. Wie er sagte, würde ein weiteres Großkino mit 24 Sälen die Kinolandschaft verwüsten. Der Wahnsinn habe begonnen, als ein Multiplex nach dem anderen errichtet worden sei. Er kritisierte die gegenwärtige Vergnügungssteuer, von der Filme, die eine Prädikatisierung hätten, befreit seien. Sinnvoll wäre die Förderung von Kleinkinos, die Erleichterungen bei der Vergnügungssteuer erhalten sollten. Dazu brachte er einen Antrag ein.

GR Dr. Andreas Salcher (ÖVP) lobte die Viennale. Unverständlich sei ihm, dass man sich einerseits zu Innenstadtkinos bekenne, andererseits sei immerhin der 22. Bezirk durch ein Multiplex zu einem cineastischen Einzugsgebiet geworden. Salcher stellte klar, dass Kinos Wirtschaftsbetriebe seien. Faktum sei auch, dass bis jetzt kein einziges Multiplexkino zugesperrt habe. Man könne nicht von den Erfolgreichen zu den Nichterfolgreichen umverteilen.

GR Mag. Heidemarie Unterreiner (FPÖ) verwies auf einen Bericht des Kontrollamtes bezüglich des Stadtkinos, der sehr große Mängel der kaufmännischen Geschäftsführung festgestellt habe. Kritisch setzte sie sich mit dem derzeitigen Förderungssystem auseinander. Sinnvoll wäre es, nur solche österreichischen Filme zu fördern, die auch einen kommerziellen Erfolg nachweisen könnten. Derzeit würden zu viel österreichische Filme gedreht, die auf zu wenig Publikumsinteresse stoßen. (Forts.) ull/sp

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