Die B 301 wird nunmehr Realität

Gemeinsamer Spatenstich der Landeshauptleute von Wien und Niederösterreich

Wien, (OTS) Was schon in die Ferne gerückt schien, wird nunmehr Realität: der Bau der Wiener Südrand Straße, allgemein geläufiger unter der Bundestrassenbezeichnung "B 301". Mit dem gemeinsamen Spatenstich der Landeshauptleute von Wien und Niederösterreich, Dr. Michael Häupl und Dr. Erwin Pröll, mit Frau Bundesminister DI Dr. Monika Forstinger als "Dritter im Bunde", am Donnerstag an der Himberger Straße in Schwechat-Zwölfaxing, wurde das offizielle Signal für den Baubeginn gegeben. Damit wird zwischen dem Knoten Vösendorf und Schwechat eine rund 16 Kilometer lange Verbindung geschaffen, die - vierspurig ausgebaut, die Tunnelbereiche mit zwei Röhren - die A 2/Südautobahn mit der
A 4/Ostautobahn verbinden wird. Die Gesamtbaukosten werden mit
5,6 Milliarden Schilling veranschlagt, die Verkehrsfreigabe ist für den Herbst 2006 geplant.*****

Dazu Landeshauptmann Häupl in seiner Festrede: "Ohne Frage werden maßgebliche Projekte etwa im Energie- und Verkehrsbereich einer Diskussion unterzogen. Aber wir müssen entscheiden und die Argumente auf die Waage legen. Wir wissen, dass wir Verbindungsstraßen, beispielsweise Wien - Budapest oder in andere Destinationen, für die Osterweiterung brauchen - und dass wir aus diesem Grund eben diese Straße brauchen. Und deshalb stehen wir auch dazu". Landeshauptmann Pröll erinnerte in seinen Festworten an die vielen Jahre der Hoffnung und der Diskussionen, nun schließe man "eine unendliche Geschichte ab". Man solle an die mindestens 50.000 Kraftfahrzeuge pro Tag denken, die nach Fertigstellung der Straße nicht mehr durch Ortsgebiete rollen werden. Damit sei ein Konsens zwischen Natur und Umwelt gefunden worden. Die Frau Bundesminister begrüßte das Projekt, weil es zeige, wie "wichtig der Kontakt mit den Bürgern und Bürgerinnen" sei. Man müsse Entscheidungen treffen, und gerade der Wien werde in Zukunft durch die EU-Osterweiterung noch größere Bedeutung bekommen. Im Gesamtverkehrskonzept sei der Verkehrsknoten Wien ein wichtiger Fixpunkt, Staus gebe es nicht zuletzt deshalb, weil zu wenig Vernetzung bestehe.

Einleitend hatte Vorstandsdirektor DI Schedl (ÖSAG) auf die Kooperation mit den Bundesländern bei der Trassenplanung und auf die intensiven Gespräche mit den betreffenden Gemeinden hingewiesen. Vorstandsvorsitzender Dr. Hecke (ASFINAG) betonte, dass nicht Gesetze sondern der Bedarf die Verkehrsströme lenkten. Man brauche die LKW-Maut, um für einen synchronen Ausbau der Verkehrsadern die Finanzierung sicherzustellen.

Die B 301 stellt einen Bestandteil eines im Jahr 1994 erarbeitenden länderübergreifenden Verkehrskonzeptes dar, dessen generelles Anliegen eine Verbesserung der Verkehrssituation im Süden von Wien bzw. im südlichen Niederösterreich ist. Beim Vorhaben selbst ist das Streben nach Umweltverträglichkeit hervorzuheben: Neben dem "ökologischen Baustellenkonzept" (Bauschutz, Gewässerschutz u.a.) sind das beispielsweise die insgesamt 4 Kilometer Tunnel, die übrigens alle zweiröhrig errichtet werden. Damit wird ein Viertel der Gesamtlänge der B 301 unterirdisch verlaufen. (Schluss) pz

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