CNSystems baut "Herzstück" für International Space Station (ISS)

Wien (OTS) - Das Unternehmen CNSystems Medizintechnik GmbH besteht seit Mai 1998. Initialzündung für die Firmengründung war die Entwicklung des sog. Task Force(R) Monitors, einem Gerät zur unblutigen Ermittlung aller relevanten Herz-Kreislaufwerte.

Nach der bereits seit 1999 bestehenden Kooperation mit der NASA -die ersten beiden Task Force(R) Monitore wurden an das Johnson Space Center in Houston verkauft - fertigt die Firma CNSystems nun einen Task-Forcer-Prototypen für die Internationale Raumstation (ISS) an. Der Grazer Monitor wird das "Herzstück" des sog. "Healthlab" sein, einem mobilen medizinischen Messsystem und Nachfolgeprodukt des Systems "Neurolab-B", das von 1997-2000 auf der Raumstation MIR zum Einsatz kam.

Von "Neurolab-B" zu "Healthlab"

Die Raumstation MIR ist Vergangenheit und mit ihr hat auch das von 1997 bis 2000 auf der Station verwendete medizinische Messsystem "Neurolab-B" ausgedient.

Aufgabe dieses Systems war es, den aktuellen psychophysiologischen Status der Astronauten an Bord der Raumstation zu monitoren. Und die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen: vierzehn Kosmonauten wurden im Zeitraum von August 1997 bis Februar 2000 von russischen Wissenschaftlern erfolgreich getestet.

Aufgrund der bemerkenswerten Forschungsergebnisse wurde nun in einer Kooperation zwischen der Freien Universität Berlin, dem Deutschen Luft- und Raumfahrtszentrum (DLR) sowie dem Institut für biologisch-medizinische Probleme (IBMP) in Moskau eine Weiterentwicklung des Spacelabors - nunmehr "Healthlab" genannt-realisiert, das auf der Internationalen Raumstation zur Anwendung kommen soll. Die dabei notwendigen Herz-Kreislaufmessungen werden vom Task Force(R) Monitor aus Graz geliefert.

Die Umsetzung

Zur Umsetzung der Weltraummissionen werden 6 Messsysteme in Rußland plaziert, da es sich beim Projekt "Healthlab" nicht um ein Einzelexperiment, sondern um ein Dauersystem handeln wird. Das Training der Kosmonauten wird in Moskau an zwei Stellen durchgeführt werden, im Institut für biologisch-medizinische Probleme (IBMP) und im sog. "Sternenstädchen", dem Herzen des Russischen Weltraumprogramms und der Heimat des Yuri-Gagarin-Cosmonaut-Training-Centers.

In Deutschland werden für Softwareentwicklung und Vergleichsexperimente Systeme benötigt, um Reserve-Elemente für eventuelle Schwachstellen unmittelbar zur Verfügung zu haben.

Die gesamte Lebensdauer des Systems "Healthlab" soll 9 Jahre betragen und umfasst die Phasen Testungsperiode, Bereitschaftsperiode, Nutzungsperiode. Auf den Einsatz unter Weltraumbedingungen entfallen davon 5 Jahre.

Der Task-Forcer Prototyp

Den Auftrag, das "Herzstück" für das System "Healthlab" zu liefern, erhielt die Firma CNSystems Medizintechnik GmbH. Um den handeslüblichen Task Force(R) Monitor space-station-tauglich zu machen wird ein Prototyp angefertigt, an dem notwendige

Anpassungen vorzunehmen sind: So muss die Platine stoß- und rüttelfest aufgebaut und ein normgerechter Umbau der Spannungsversorgung auf 24-29V vorgenommen werden. In einem ersten Schritt wird daraufhin der adaptierte Task Force(R) Monitor auf Weltraumtauglichkeit getestet und sind die Tests erfolgreich, steht dem Einsatz des Grazer Gerätes im All nichts mehr im Wege.

Ausblick

Aber auch Studien unter verschiedenen extremen terrestrischen Umweltbedingungen (Luftfahrt, U-Bootflotte, Antarktisstation, etc.) sowie in klinischen Gruppen sollen mit dem System "Healthlab" durchgeführt werden.

Damit stellt das Projekt nicht nur für die (Weltraum-)Wissenschaft sondern auch für die terrestrische Medizin einen entscheidenden Input dar und findet von der Weltraumforschung bis hin zur klinischen Anwendung auf der Erde seinen Niederschlag.

Rückfragen & Kontakt:

Marketing & PR
CNSystems Medizintechnik GmbH
Tel.: 0664/391 59 42

Mag. Sara Stuhlpfarrer

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEB/OTS