ÖGB-PensionistInnen für Änderung der Formel für die Pensionsanpassung Schmölz: Fordern vollen Wertausgleich für alle PensionistInnen

Wien (ÖGB). Große Unruhe unter den PensionistInnen ortet der Vorsitzende der ÖGB-PensionistInnen, Johann Schmölz, angesichts der absehbaren unzureichenden Anpassung der Pensionen. Die ÖGB-PensionistInnen fordern die volle Abgeltung der Teuerungsrate und eine nachvollziehbare und für alle PensionistInnen verständliche Berechnung des Anpassungsfaktors.++++

"Schon die Äußerung von Bundeskanzler Schüssel, dass nur Mittel für eine Anpassung von 1,6 Prozent vorhanden sind, hat zu großer Sorge und zu Unmut unter den älteren Menschen geführt. Die heutige Empfehlung der Expertenkommission wird den Ärger und den berechtigten Zorn der Älteren weiter ansteigen lassen", sagt Schmölz. Der Unmut der Älteren sei auch darauf zurückzuführen, dass die Berechnung des Anpassungsfaktors nicht nachvollziehbar sei. "Wir fordern, dass eine andere Berechnungsweise gefunden wird. Sie soll nach verständlichen, für die PensionistInnen nachvollziehbaren Kriterien erfolgen", fordert Schmölz.

Des weiteren bleibt die Forderung der ÖGB-PensionistInnen nach voller Erhaltung der Kaufkraft für alle PensionistInnen aufrecht. "Das jetzige System, bei dem nur die AusgleichszulagenbezieherInnen eine volle Abgeltung der Inflation erhalten, führt zu einer unzumutbaren Einkommensreduktion bei den PensionistInnen. Eine Frau, die vor zehn Jahren mit einer relativ guten Pensionsleistung in den Ruhestand gegangen ist, gehört in zehn Jahren zu den AusgleichszulagenbezieherInnen, wenn die derzeitige Abgeltungsweise weiter fortgeschrieben wird", erläutert Schmölz. Bezweifelt wird von den ÖGB-PensionistInnen zudem die Richtigkeit der Berechnung des Überhangs, den die PensionistInnen in den 90er Jahren zuviel lukriert hätten. Dazu komme, dass auch jene, die erst jetzt in Pension gingen, durch den Abzug des Überhangs belastet würden.

"Die Forderungen von uns PensionistInnen müssen ernst genommen werden. Auf Dauer wird sich die ältere Generation diese unsoziale Politik nicht gefallen lassen", warnt Schmölz die Regierung. (mfr)

ÖGB, 25. Oktober 2001
Nr. 899

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