Papházy: Gratis ins Museum nicht nur am Nationalfeiertag

Zugang zur Kunst darf keine Frage des Geldes sein

Wien, 2001-10-25 (fpd) - "Daß am morgigen Nationalfeiertag (ebenso wie am Internationalen Museumstag im Mai) viele Museen für das Publikum bei freiem Eintritt zugänglich sind, ist ein wichtiger und positiver Ansatz, einer breiten Öffentlichkeit den Zugang zum österreichischen Kulturerbe zu ermöglichen. Jedoch sollte "Eintritt frei" bei den (ausgegliederten und auszugliedernden) öffentlichen Museen durchgängig mehr als nur zweimal im Jahr gelten", erklärte FPÖ-Abgeordnete Sylvia Papházy. ****

"Die (ausgegliederten) Museen sind aufgerufen, neben Verwahrung, Betreuung und Pflege des anvertrauten Kulturgutes auch einer möglichst breiten Öffentlichkeit den Zugang zum österreichischen Kulturerbe zu ermöglichen und die Türen verstärkt zu öffnen. Im Zuge der Ausgliederung ist allgemein eine Anhebung der Eintrittspreise festzustellen, die einen Museumsbesuch für finanziell Schwächere, Jugendliche, Familien und Senioren vielfach zum Luxus werden läßt. Die Museen als Bildungseinrichtungen sollten ihrem öffentlichen Bildungsauftrag dadurch nachkommen, daß sie als Ausgleich zu den (teilweise sehr hohen, im internationalen Vergleich allerdings durchaus marktgerechten) Eintrittspreisen den freien Zugang an bestimmten Tagen/Stunden regelmäßig ermöglichen. Dabei sollte auch der Museumspädagogik ein besonderer Stellenwert zukommen. Die voll rechtsfähigen Museen könnten diesen unentgeltlichen Zugang auch unter verstärkter Einbindung von Sponsoren anbieten.

"Wichtig ist es, daß sich die österreichischen Steuerzahler regelmäßig auch ohne Bezahlung von Eintrittsgeldern von ihren Museen ein Bild machen können. Denn es kann nicht sein, daß das den Museen anvertraute Kulturgut nur einem zahlungskräftigen Publikum zugänglich ist", schloß Papházy. (Schluß)

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