Hagenhofer: Postämter werden geschlossen - öffentliche Mittel verlagert

Wien (SK) "Es wirkt schizophren: Die Post muss 4,6 Mrd. Schilling ins Budget abführen. Gleichzeitig erteilt ihr die Infrastrukturministerin den Auftrag, wirtschaftlich zu arbeiten. Die Regierung beteuert, mit betroffenen Bürgermeistern Vereinbarungen über Schließungen treffen zu wollen. Diese sogenannten Vereinbarungen sind vollendete Tatsachen, vor die Gemeinden gestellt werden. Der Kahlschlag dieser Bundesregierung in den Gemeinden und Regionen wird brutal durchgeführt, ohne auf die Bedürfnisse der Bevölkerung zu achten", kritisierte SPÖ-Abgeordnete Marianne Hagenhofer. ****

Dabei stehe im Postpartner-Konzept - das die Übernahme gewisser Postleistungen durch Greißler vorsieht - die einzige mögliche Einsparung sei jene auf der Personalseite. Öffentliche Mittel würden nach wie vor benötigt. Mit der Übertragung von Leistungen an Private sei zudem die Ungewissheit verbunden, wie lange diese in der Lage seien, ihre Geschäfte weiter zu führen. Auch Postleistungen würden das Greißlersterben nicht verhindern, betonte Hagenhofer.

Dabei würden manche Postämter wegen unrealistischer Vorgaben geschlossen. "Mir ist ein konkretes Beispiel bekannt, wo sich folgende Entwicklung ereignet hat: Ein Landpostamt hatte von 8 - 12 Uhr offen. Wegen schwacher Auslastung wurden die Öffnungszeiten auf 9 - 11 Uhr verkürzt. Dann wurde es wegen mangelnder Frequenz geschlossen. Wenn ich Öffnungszeiten so anlege, dass die meisten Kunden in der Arbeit sind, kann kein anderes Ergebnis heraus kommen", verweist die Abgeordnete auf Widersprüchlichkeiten. "Statt Schließungen und Verschiebungen von öffentlichen Mitteln sollte Kundenorientierung der Post maßgebend für Reformen sein", so Hagenhofer abschließend. (Schluss) ns/mp

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