Verzetnitsch zu EU-Erweiterung: Fristen nutzen

EU-Erweiterungskonferenz in Laa an der Thaya eröffnet

Laa an der Thaya (ÖGB). Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Übergangsfrist von bis zu sieben Jahren für den Arbeitsmarkt ist weder Beruhigungspille, noch sei damit alles erledigt, stellte ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch bei der Eröffnung der ÖGB-EU-Erweiterungskonferenz in Laa an der Thaya fest. Mehr als 100 GewerkschafterInnen werden heute über die Chancen und Risken der EU-Erweiterung diskutieren. Mit dabei sind auch VertreterInnen der tschechischen Gewerkschaften.++++

Bei dieser Konferenz gehe es dem ÖGB darum, für die EU-Erweiterung Ziele zu definieren und Positionen zu hinterfragen. Konkret meinte er: "Es geht auch darum, zu Fragen ob unsere Position, dass es den freien Arbeitsmarkt erst geben, wenn die Beitrittsländer 80 Prozent des österreichischen Lohnniveau erreicht haben."

Die Erweiterung dürfe jedenfalls, so der ÖGB-Präsident, "kein Spielball der billigen Argumente sein. Es geht um Menschen die miteinander in die Zukunft blicken wollen." Aus diesem Grund darf sich niemand bei den Übergangsfristen auf eine Zahl beschränken. Verzetnitsch: "Die Zeit ist zu nutzen. Es geht um das Handeln."(ff)

ÖGB, 25. Oktober 2001
Nr. 895

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