Gesundheit/Verbraucherschutz/Lebensmittel

Vorarlberger Frühlingshonig: Kaum Verunreinigungen Aktuelle Untersuchung der LMUA

Bregenz (VLK) - Die Lebensmitteluntersuchungsanstalt des
Landes Vorarlberg hat im Rahmen einer grenzüberschreitenden
Aktion der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK)
Frühlingshonig auf das Antibiotikum Streptomycin untersucht.
Die Ergebnisse zeigten, dass Honige aus Vorarlberg kaum Verunreinigungen aufweisen. ****

Hintergrund war die Ausbreitung des Feuerbrandes in der Bodenseeregion und dessen Bekämpfung mit Streptomycin. Bis
vor einem Jahr wurde das Antibiotikum in Deutschland
insbesondere während der Blütezeit der Obstbäume legal eingesetzt. In der Folge wurde Streptomycin im Honig der
betroffenen Gebiete in alarmierend hoher Menge festgestellt.
Selbst geringe Mengen von Antibiotika in Lebensmitteln
stellen ein Risiko hinsichtlich der Resistenzbildung von Mikroorganismen dar. Erhöhte Vorsicht ist insbesonders
geboten, da Honig auch in der Ernährung von Säuglingen und Kleinkindern verwendet wird.

In diesem Jahr war die Anwendung von Streptomycin zur Feuerbrandbekämpfung in allen am Projekt beteiligten Ländern (Kantone St. Gallen, Thurgau, Zürich, Schaffhausen,
Graubünden, Fürstentum Liechtenstein, Vorarlberg und Baden-Würtemberg) untersagt. Ziel der Aktion war es, eine Bestandsaufnahme über die Streptomycin-Kontamination von Frühlingshonigen aus der Bodenseeregion zu erhalten.

Insgesamt wurden 215 Frühlingshonige aus der
Bodenseeregion untersucht, davon 29 aus Vorarlberg. Von
diesen wurden in 28 Proben keine Streptomycin-Rückstände nachgewiesen, was einem Anteil von ca. 96,5 Prozent
entspricht. Daraus kann der Schluss gezogen werden, dass das
Verbot des Einsatzes von Streptomycin zur Bekämpfung des Feuerbrandes beachtet wird. Bei einer Honigprobe aus
Vorarlberg sowie einer aus Graubünden wurde Streptomycin nachgewiesen. Beide Gehalte von 40 und acht Nanogramm/Gramm
lagen jedoch unterhalb der gesetzlichen Höchstwerte.

Das Ergebnis zeigt aber, dass vereinzelt das Verbot des
Einsatzes von Streptomycin nicht eingehalten wurde. Ziel der weiteren Inspektionen ist es daher, die
Kontaminationsursachen zu ermitteln und eine verbotene
Anwendung des Antibiotikums zu unterbinden.
(so/gw,nvl)

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