Kuntzl zu Studiengebühren: Erste Zahlen aus Graz bestätigen Befürchtungen

20 Prozent weniger Erstinskribenten - "Gehrer-Prognosen offensichtlich falsch"

Wien (SK) "Die Befürchtungen über die Auswirkungen der FPÖ-ÖVP-Studiengebühren scheinen sich zu bestätigen", konstatierte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl angesichts erster aktueller Inskriptionszahlen von den Grazer Universitäten. Heute endet die Inskriptionsfrist für die Studenten; erste Meldungen aus der steirischen Hauptstadt zeigen, dass in diesem Studienjahr nicht nur die Zahl der Studierenden insgesamt drastisch zurückgeht, sondern auch die der Studienanfänger, berichtet Kuntzl. ****

Bis gestern haben sich insgesamt 21.534 Studenten für ein Studium an der Karl-Franzens-Universität eingeschrieben - ein Drittel weniger als im Vorjahr, wo es 31.000 waren. Einen Rückgang gibt es aber auch bei den Erstinskribenten: 2.800 haben sich bisher neu eingeschrieben, im Vorjahr waren es fast 3.500, also um 20 Prozent mehr.

"Damit ist nicht nur eingetreten, was wir vorausgesehen haben, nämlich dass die Studiengebühren für manche Studienwillige den Zugang zu einem Studium versperren, auch die Prognosen und Beteuerungen von Bildungsministerin Gehrer stellen sich als falsch heraus", so Kuntzl. Gehrer hatte die Befürchtungen über die unsozialen Auswirkungen der Studiengebühren immer mit dem Hinweis abgeschmettert, die Gebühr brächte nur eine Bereinigung um sogenannte Scheininskribenten. "Immer mehr wird allerdings deutlich: Eine erschreckend hohe Anzahl von jungen Menschen kann es sich offenbar nicht mehr leisten, ein Studium zu beginnen oder fortzusetzen."

Kuntzl erneuerte in diesem Zusammenhang die Forderung der SPÖ nach einer Abschaffung dieser Gebühr. "Wir wollen einen offenen Zugang zu Bildung für alle und keinen sozialen Numerus Clausus." Die SPÖ unterstützt deshalb auch das Bildungsvolksbegehren, das u.a. für die Abschaffung der Gebühren eintritt. Die Eintragungsfrist für dieses Volksbegehren ist von 9. bis 13. November. (Schluss) ah

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