SP-Pfeffer: Mehr als ein Drittel burgenländischer Postämter von Schließung bedroht

Forstinger muss bei Anfrage Rede und Antwort stehen

Wien (SK) "Wenn die Post-AG so weitermacht, werden bald nur mehr Eisenstadt und die einzelnen Bezirkshauptstädte über ein eigenes Postamt verfügen", zeigt sich die burgenländische SPÖ-Nationalratsabgeordnete Katharina Pfeffer empört. In einer gestern, Mittwoch, eingebrachten Parlamentarischen Anfrage an Verkehrsministerin Monika Forstinger will Pfeffer in elf detaillierten Fragen genau wissen, "warum die 52 Postämter geschlossen werden sollen". ****

Zwei Wochen nach der Veröffentlichung der ersten Postämter-Schließungsliste für das Burgenland wurde gestern bekannt, dass neben den bereits veröffentlichten 48 Gemeinden weitere vier Gemeinden von einer Schließung betroffen sein werden. "Damit soll von derzeit insgesamt 143 burgenländischen Post-Einrichtungen mehr als ein Drittel zugesperrt werden. Das können wir uns nicht gefallen lassen", so Pfeffer am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Es sei völlig ungewiss, ob nicht noch weitere Gemeinden ihr Postamt verlieren werden, befürchtet die SP-Mandatarin. "Hinzu kommt, dass die genauen Daten, welche die Unwirtschaftlichkeit einzelner Postämter belegen sollen - und eine Postamt-Schließung rechtfertigen bis heute nicht vorgelegt worden sind", kritisiert Pfeffer.

In der Parlamentarischen Anfrage wird Forstinger auch mit dem Vorwurf konfrontiert, dass kleineren Gemeinden ein weiteres Stück ihrer Dorfgemeinschaft genommen wird. "Völlig ungeklärt ist auch der Umstand, wie sich die Postamtsschließung auf die betroffenen BriefträgerInnen und PostamtsleiterInnen auswirken wird. Dass es hier zu keinen Kündigungen kommen wird, kann ich nicht glauben", schloss Pfeffer. (Schluss) wf/mp

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