KPÖ unterstützt morgige Friedensdemonstration in Wien

Es geht um einen Ausweg aus der blutigen Spirale von Terror und Gewalt

Wien (OTS) - Verschiedene Gruppen und Organisationen - darunter
die ÖH, der Internationale Versöhnungsbund, die Wiener Friedensbewegung, die KPÖ - rufen für morgen unter dem Motto "Stoppt den Krieg! Für Frieden und Neutralität" zu einer Friedensdemonstration in Wien auf.

KPÖ-Vorsitzender Walter Baier: "Zerstörte Lagerhäuser des Internationalen Roten Kreuz, "Fehlschläge" auf Krankenhäuser, "versehentlich" getroffene Wohnhäuser, tote ZivilistInnen und Bomben auf Stellungen der Nordallianz zeigen immer deutlicher : Bomben unterscheiden nicht zwischen Terroristen, "Freunden" und Unschuldigen. Es ist zu befürchten, dass die Attacken tausenden Zivilisten das Leben kosten werden und dass zehntausende Menschen -nichtzuletzt aufgrund der Kriegswirren - in diesem Wint er verhungern werden. Daher unterstützt die KPÖ die morgige Demonstration in Wien."

Wer heute für Frieden und gegen den Krieg demonstriert, "der/die rechtfertigt damit nicht - wie von manchen unterstellt - kriminelle, massenmörderische Terrorakte. Wer demonstriert, der/die rechtfertigt nicht die Unterdrückung des afghanischen Volkes durch ein mittelalterliches Regime oder die Demütigung der afghanischen Frauen. Viele Menschen in aller Welt demonstrieren, weil Krieg keine Lösung ist. Viele demonstrieren, um eine Neuauflage der Tragödie des Golfkriegs, wo 200.000 IrakerInnen ge tötet wurden, zu verhindern", so Baier.

Alle Terrorbekämpfer sollten sich fragen - so Baier weiters -"was die gesellschaftlichen Ursachen sind, auf denen Hass und Terrorismus gedeihen können. Es ist daran zu erinnern, dass 358 Dollarmilliardäre schon 1996 soviel Vermögen angehäuft ha tten wie die 2,5 Milliarden Ärmsten. Es ist daran zu erinnern, dass täglich 20.000 Menschen verhungern und dass 100 Millionen Kinder keine Schule besuchen können. Was ist das für ein Wirtschafts- und Gesellschaftssystem, in dem Armut, Hunger und d as elende Verrecken von Millionen Menschen nicht interessen? Und es gilt daran zu erinnern, dass die USA genau jene Terroristen, die sie jetzt jagen, seinerzeit finanziert und ausgebildet haben, um eine afghanische Regierung zu verjagen, die den Großgru ndbesitz enteignet hatte und die für die Rechte der Frauen eingetreten ist."

Die KPÖ fordert eine "sofortige Einstellung der Kampfhandlungen und die Beendigung dieses Krieges, um über einen Ausweg aus der blutigen Spirale von Terror und Krieg nachdenken zu können."

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