EU-Untersuchung: Produkte halten nicht, was Werbung verspricht

Wien (SK) Die Österreichischen Kinderfreunde, die französischen Frauenrechte- und Konsumentenschutzorganisation, ufcs national, und die belgische Familienorganisation bond haben ein Projekt zur Untersuchung von Werbeinhalten durchgeführt. Anlässlich der heute in Brüssel stattfindenden Pressekonferenz, bei der Zahlen, Daten und Fakten präsentiert werden, ist es den Kinderfreunden ein Anliegen, auch in Österreich zu informieren. Im Rahmen dieses Projektes wurde untersucht, wieweit die in der Werbung mit dem Produkt verknüpften Versprechen auch gehalten werden bzw. durch welche Präparate sogar eine Gesundheitsgefährdung der KonsumentInnen gegeben ist. ****

"Es ist erschreckend, was besonders auf dem Markt der Schlankheitsmittel, der Nahrungsergänzungspräparate und der Kosmetikartikel zu finden ist. Hier werden bewusste Lügen verbreitet und dem Konsumenten wird das Blaue vom Himmel versprochen. Bei eingehender Untersuchung stellt sich dann oft heraus, dass der aggressive Werbetext rein gar nichts mit dem Inhalt der Packung zu tun hat", erklärt Sonja Brauner, familienpolitische Referentin der Kinderfreunde, am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Daher fordern die an dem Projekt teilgenommenen Organisationen einheitliche Richtlinien für gesundheitsbezogene Produkte und Werbungen innerhalb der Europäischen Union. Weiters wird gefordert, dass die Bewilligungen nur zeitlich befristet vergeben werden um mehr Kontrollen über die einzelnen Präparate zu haben und dass die Bewilligungen nach einheitlichen EU-Kriterien vergeben werden.

"Auch im Versandhandel fordern wir neue Richtlinien. Gerade gesundheitsbezogene Produkte können besonders bei Kindern Schäden anrichten. Durch diesen Vertrieb ist eine Beratung durch Fachpersonal nicht mehr gegeben. In Frankreich gibt es Positivlisten für zugelassene Formulierungen, Substanzen und Methoden. Es wäre begrüßenswert, wenn wir das auch in Österreich durchsetzen könnten", so Brauner abschließend. (Schluss) ah/mp

Rückfragehinweis: Mag. Martina Gmeiner, Telefon 01/5121298/47, E-Mail: martina.gmeiner@kinderfreunde.at

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