Umweltministerium empfiehlt Blumengestecke und Kränze mit dem Umweltzeichen

Nicht nur vor Allerheiligen: 75 Betriebe bieten voll kompostierbare Gestecke an

Wien (OTS) - In der Zeit um Allerheiligen haben Gärtnereien und Blumenhandlungen Hochbetrieb. Dem umweltbewussten Konsumenten soll die Entscheidung beim Kauf von Grabschmuck dabei erleichtert werden. Denn von Gärtnereien und Blumenhandlungen mit dem Österreichischen Umweltzeichen werden vollständig kompostierbare Kränze, Buketts und Blumengestecke angeboten. 75 Betriebe tragen das von Friedensreich Hundertwasser entworfene Öko-Label. Das Landwirtschafts- und Umweltministerium empfiehlt, beim Kauf von Gestecken, Kränzen und Buketts auf Produkte mit dem Umweltzeichen besonders zu achten.

Die 75 Unternehmen verzichten bei ihren Arrangements auf Bestandteile aus Kunststoff und beschichtetem Metall. Gerade diese Materialien sind es, die den Kompostierungsprozess des Gebindes stören und nicht verrotten. Vor allem in Friedhöfen fallen jährlich große Mengen Grabschmuck an, die wegen ihres hohen Anteils an unverrottbarem Material zum Teil als Restmüll entsorgt werden müssen.

Die Umweltzeichenbetriebe ersetzen die oft verwendeten Styroporkerne durch Stroh, unbehandeltes Holz oder Pappe. Statt Kunststofffäden werden Viskose, Papier, Hanf oder Naturbast verwendet. Flitter, Kunststoffschaum und ähnliche Materialien, die beim Binden der Arrangements häufig eingesetzt werden, sind untersagt. Nur unbeschichteter dünner Eisendraht, der in Kompostieranlagen verrottet, ist erlaubt. Die ökologischen Kriterien sind in der Umweltzeichen-Richtlinie "Kompostierbare Blumenarrangements und Kränze" detailliert festgelegt.

Die meisten Öko-Gärtner, nämlich 27, sind in der Steiermark zu finden, 15 gibt es in Vorarlberg, 13 in Oberösterreich, acht in Kärnten, je vier in Niederösterreich und Tirol, drei in Salzburg und einen in Wien. Eine Liste der 75 Gärtnereibetriebe kann - nach Bundesländern gereiht - beim Umweltservice des Umweltministeriums angefordert werden (Telefon: 0800 / 240 260 zum Nulltarif, wochentags von 8.00 bis 12.00 Uhr).

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