Pietsch: Verdreifachung der Schlepperkriminalität an Österreichs Grenzen

Aufstockung der Grenzgendarmerie und der Bundesheer-Assistenzkräfte

St. Pölten, (SPI) - "Die Zahlen sprechen eine dramatische Sprache. Seit Beginn dieses Jahres hat sich die Schlepperkriminalität an Österreichs EU-Außengrenze in Niederösterreich praktisch verdreifacht. Wurden im Vorjahr bis Oktober 2000 rund 2.550 illegale Einwanderer aufgegriffen, so sind es im heutigen Jahr bereits 6.900 illegale Grenzgänger, die von kriminellen Schlepperorganisationen über die Slowakei nach Niederösterreich gebracht wurden. Nur schätzen kann man die Zahl der durch das Netz geschlüpften und nicht aufgegriffenen illegalen Einwanderer. Glaubt man Aussagen von Fachleuten, so ist eine ähnliche Steigerung wie bei den Aufgriffen zu befürchten", zeigt sich der Sicherheitssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Karl Pietsch, sehr besorgt über die jüngste Entwicklung.****

Auch wenn nun der Assistenzeinsatz des Österreichischen Bundesheeres entlang der March in Niederösterreich über den 31.12.2001 hinaus verlängert wurde, so gibt die jüngste Entwicklung Anlass, zusätzliche Maßnahmen ins Auge zu fassen. Einzufordern ist eine Aufstockung der Einsatzkräfte bei der Grenzgendarmerie beim Bundesheer, zumal beispielsweise die Beamtinnen und Beamten der Grenzgendarmerie über eine kaum mehr zu bewältigende Arbeitsüberlastung klagen. "Die Überwachungskräfte arbeiten tagtäglich einfach am Limit - und durch Personalkürzungen, der Sperre von Gendarmerieposten und Nichtnachbesetzungen von Pensionierungen verschärft sich die ohnehin prekäre Personalsituation bei der Exekutive. Allein in Niederösterreich sind bei der Exekutive derzeit rund 400 Planstellen unbesetzt. Weiters muss die Grenzgendarmerie in den besonders gefährdenden Bezirken, wie Gänserndorf, Mistelbach bzw. Hollabrunn, mit zusätzlichen Dienstposten verstärkt werden", fordert der SPNÖ-Sicherheitssprecher.
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