Pressedokumentations-Lizenzsystem ab 1.1.2002: PDN-Vertragsunterzeichnung mit Frühbucherbonus läuft an 104 Titel sind als Vertragspartner vom Start weg dabei

Wien (OTS) - Alle 15 österreichischen Tageszeitungen, 48 Wochenzeitungen und -magazine sowie 41 Monatsmagazine - insgesamt also 104 österreichische Printtitel - stehen im Rahmen eines unbürokratischen und fairen Lizenzsystems ab 1. Jänner 2002 als Vertragspartner für Kunden (Unternehmen und Institutionen, die in ihrem Rahmen Pressespiegel verbreiten) zur Verfügung, welche ihre Mediendokumentation auf eine rechtssichere Basis stellen wollen. Dieses vom Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) in zahlreichen Gesprächen mit Institutionen und Firmen ausgearbeitete "PDN-(Pressedokumentationsnutzungs)Lizenzsystem" beruht einerseits auf dem geltenden österreichischen Urheberrecht, welches die freie Nutzung von redaktionellen Zeitungsinhalten auf den eigenen Gebrauch einschränkt, und berücksichtigt andererseits bereits die Intentionen der neuen EU-Richtlinie, die vor allem im Bereich der elektronischen Vervielfältigung Präzisierungen bringt.

Die PDN-Lizenzierung für Papierpressespiegel setzt dann ein, wenn von einem Artikel - über den "eigenen Gebrauch" klar hinausgehend -mehr als zehn Kopien auf Papier hergestellt werden; im Fall der Einspeicherung von Artikeln in elektronische Datenbanken (Intranet) wird nach dem PDN-Vertrag die Grenze des eigenen Gebrauchs dann überschritten, wenn mehr als fünf Personen Zugriff auf die Datenbank haben; diese Unterscheidung ist durch den Umstand bedingt, dass der einmal eingescannte Artikel ungleich leichter verwert- und manipulierbar ist als in Papierform. Diese Regelung lässt weit mehr Spielraum als durch die EU-Richtlinie vorgegeben ist.

Ausnahmen von der Lizenzierung
Das PDN-Lizenzsystem betrifft die Vervielfältigung und Weiterverbreitung von als Werk geschützten Zeitungsartikeln. Daneben gibt es aber auch Artikel, die von der PDN-Lizenzpflicht ausgenommen sind, etwa Kurzmeldungen in der Zeitung (einfache Mitteilungen), die in der Wiedergabe von Agenturmeldungen bestehen oder der Tageschronik zuzuordnen sind; Artikel, die im Wesentlichen Presseaussendungen von Firmen bzw. Institutionen wiedergeben, wenn sie vom Aussender der Mitteilung/Werbung für Zwecke der eigenen Mediendokumentation genutzt werden; sonstige nicht redaktionelle Texte wie Inserate, Veranstaltungshinweise; Wiedergabe von Gesetzen, Verordnungen, amtlichen Erlässen, Bekanntmachungen und Entscheidungen; der gesetzliche "Eigengebrauch", insbesondere die Vervielfältigung in Schulen und Hochschulen für den Unterrichtsgebrauch in Klassenstärke; Artikel, die eine Wiedergabe von unbearbeiteten Agenturmeldungen darstellen sowie Grafiken, die von externen Zulieferern des Verlages übernommen werden.

20% Frühbucherbonus, Tarifgarantie bis Ende 2003

Ab sofort ist die Unterzeichnung der vom VÖZ abgewickelten Lizenzverträge zwischen den Zeitungsverlagen und den Nutzern von als Werk geschützten Zeitungsartikeln für reprographische bzw. digitale Pressespiegel sowie zur externen Mediendokumentation - etwa für Hauszeitungen, Prospekte oder Websites - möglich.

Kunden, die vor dem 31. Dezember 2001 einen solchen PDN-Lizenzvertrag abschließen, können einen Frühbucherbonus von 20% für das Jahr 2002 lukrieren. Der weitere Vorteil für Frühbucher: Wer sich zu einer Vertragsdauer bis Ende 2003 verpflichtet, bekommt zusätzlich zum attraktiven Bonus außerdem für diese Laufzeit eine Tarifgarantie.

Fair und finanziell verkraftbar

Die Tarife für das PDN-Lizenzsystem sind fair und - bereits auf Euro-Basis - finanziell verkraftbar gestaltet:

Bei einer Nutzung für die interne Mediendokumentation wird pro einzelnem Artikel aus Zeitungen und Magazinen, die am PDN-System teilnehmen und vertragsgemäß genutzt werden, unabhängig von der Zahl weiterer Nutzer/Teilnehmer ab elf Nutzern bei reprographierten (Papier-)Pressespiegeln sowie ab sechs Nutzern bei digitalen Pressespiegeln ein Tarif von EURO 1,-- verrechnet.

Kleinpauschale für fallweise PresseClippings

Außerdem gibt es eine Kleinpauschale für all jene, die keine kontinuierliche bzw. systematische Medienbeobachtung vornehmen, sondern nur fallweise mit PresseClippings arbeiten: Wer maximal 200 der Lizenzpflicht unterliegende Kopien pro Jahr vervielfältigt oder verbreitet, kann durch Zahlung einer einmaligen Pauschallizenzgebühr von EURO 100,-- an den VÖZ seiner Rechtspflicht Genüge tun und braucht keine Einzelverrechnung vorzunehmen. Wird die Zahl 200 überstiegen, so hat ab dem Übersteigen der Zahl 200 die reguläre Verrechnung gemäß PDN-Lizenzsystem zu erfolgen.

Für die Nutzung auf der Internetseite des Lizenznehmers wird unabhängig von der Zahl der Nutzer/Teilnehmer ein Tarif von EURO 1,50 verrechnet. Die Nutzungsgebühr für die Nutzung im Internet ermächtigt zur Nutzung für die Dauer von sieben Tagen.

Für die Nutzung für externe Mediendokumentation wird unabhängig von der Zahl der Nutzer/Teilnehmer ein Tarif von EURO 3,-- verrechnet.

Abos werden berücksichtigt

Wenn ein Kunde (Lizenznehmer) mehrere Abos einer Lizenzgeberzeitung bezieht, so werden diese Abos selbstverständlich bei der Lizenzberechnung berücksichtigt und zwar folgendermaßen: Die Zahl der Abos minus 1 (Grundabo) wird mit 10 multipliziert; die so gewonnene Zahl wird von der Zahl der regelmäßigen Pressespiegelnutzer in Abzug gebracht. Ist das Ergebnis dieser Subtraktion kleiner als 10, so erfolgt keine Berechnung der Lizenzgebühr für diese Zeitung gegenüber dem Kunden.

Drei günstige Startpakete zum Einstieg

Für einen möglichst praxisnahen und kostengünstigen Einsatz werden zum Einstieg drei Startpakete angeboten, die im Kalenderjahr 2002 (gültig bis Ende 2002) zur Nutzung von Artikeln aus Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen berechtigen.

Das kleine Startpaket kostet EURO 2.000,-- (exkl. MWSt.) und berechtigt zur Nutzung von 2.400 Artikeln. Wer dieses Paket wählt, hat somit gegenüber dem Normaltarif bei Einzelverrechnung einen Bonus von 20%. Das mittlere Startpaket, welches zur Nutzung von 5.000 Artikeln berechtigt, kostet EURO 4.000,-- (exkl. MWSt.); das ergibt einen Bonus von 25%. Das große Startpaket zur Nutzung von 8.000 Artikeln im Kalenderjahr 2002 kostet EURO 6.000,-- (exkl. MWSt.), was einem Bonus von 33% entspricht.

Frühbucher, die sich für eine Vertragsunterzeichnung noch im heurigen Jahr entscheiden, können - wie zuvor erwähnt - nicht nur für 2002 zusätzlich den Frühbucherbonus in Anspruch nehmen, sondern bekommen auch bei entsprechender Vertragsdauer eine Preisgarantie für das Jahr 2003. Firmen oder Institutionen, die nicht selbst intern eine Medienbeobachtung vornehmen, sondern die sich dafür extern eines Medienbeobachters bedienen, können diesen beauftragen, den entsprechenden Lizenzvertrag in ihrem Auftrag und auf ihre Rechnung abzuschließen, womit sie dann die vom Medienbeobachter gelieferten Clippings rechtssicher vervielfältigen und verbreiten können. Die Regelungen gelten zunächst für das Jahr 2002; sie werden unter Einbeziehung der Erfahrungen des kommenden Jahres und nach Maßgabe der Umsetzung der EU-Richtlinie in österreichisches Recht verlängert. Für den Fall, dass eine gesetzliche Regelung weniger streng sein sollte als das vorliegende moderate Lizenzmodell, wird der VÖZ eine Revision des Modells und gegebenenfalls auch Vergütungen für zuviel bezahlte Lizenzgebühren vornehmen.

Weitere Informationen sowie als PDF-Dokumente den PDN-Lizenzvertrag, das Tarifblatt, die Übersicht über die Startpakete zum Einstieg sowie die Sonderkonditionen für Frühbucher finden Sie auf unserer Homepage www.voez.at.

Rückfragen & Kontakt:

Verband Österreichischer Zeitungen,
Hannes Schopf,
Tel.: (01) 533 79 79-19
bzw. 0 676/634 70 83

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