"Kleine Zeitung" Kommentar: "Mini-Säule" (von Erwin Zankel)

Ausgabe vom 24.10.2001

Graz (OTS) - Wenn die Einigkeit an sich eine gute Sache ist und
erst recht die Einigung unter den Sozialpartnern, dann handelt es sich bei der "Abfertigung neu" um eine epochale Tat.

So sehen es die zuletzt gebeutelten und geprügelten Präsidenten der Verbände. Sie haben nach einer langen Durststrecke, die sie bei der gescheiterten Reform des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger bereits in die Wüste der politischen Bedeutungslosigkeit führte, wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben.

Reichtümer sind durch das neue Modell der Abfertigung nicht zu erwerben. Neu ist der Anspruch für alle Berufsgruppen, der Wegfall der Wartezeit, das lineare und nicht mehr stufenweise Ansteigen so wie die Wahlmöglichkeit, (außer im Fall der Selbstkündigung) sich die Abfertigung auszahlen zu lassen oder im Rucksack in ein ein neues Dienstverhältnis mitzunehmen.

Wirklich neu ist die Wahlmöglichkeit. Sie öffnet die Tür für den Aufbau einer Zusatzpension über den Betrieb. Vorerst ist die zusätzliche Säule der Altersversorgung im Vergleich zu Nachbarländern allerdings klein und schwächlich. Die Einsicht, daraus eine wirkliche Säule zu machen, wird künftig aber auch in Österreich wachsen. ****

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