Heinzl: Alle demokratischen Mittel gegen Schließung Hunderter NÖ Postämter einsetzen

Jährlich 430.000 Schilling pro Postamt, ein paar Groschen pro betroffenen Bürger

St. Pölten, (SPI) - "Ich werde alle demokratischen Mittel ausschöpfen, um die Schließung der 14 Postämter im Bezirk St. Pölten Land und der zwei Postämter in der Landeshauptstadt St. Pölten zu verhindern", so der St. Pöltner SP-Nationalrat Anton Heinzl. "Der blauschwarze Anschlag gegen die Lebensqualität der Bevölkerung in den Gemeinden muss abgewehrt werden. Die Postämter haben einen öffentlich gesetzlichen Versorgungsauftrag. Wenn die FPVP-Bundesregierung nun das Postmanagement angewiesen hat, rund 700 Postämter in ganz Österreich zu schließen, so setzt sie sich damit auch über diesen Versorgungsauftrag öffentlicher Institutionen hinweg. 300 Millionen Schilling jährliche Einsparungen stehen damit 700 geplanten Postämterschließungen gegenüber. Das bedeutet, dass dieser Regierung jede betroffene Gemeinde oder Katastralgemeinde jährlich nicht einmal 430.000,- Schilling wert ist, dass dieser Regierung die Lebensqualität Hunderttausender Menschen - pro Bürger gerechnet -nicht einmal ein paar Groschen (oder nach dem 1.1.2002 ‚Cent') wert ist", zeigt sich Heinzl über diese Arroganz von FPÖ und ÖVP empört und verärgert.****

Mit 300 Millionen Schilling jährlich wären also alle Postämter zu sichern. In Niederösterreich, mit geplanten rund 200 Schließungen, könnten mit rund 90 Mio. Schilling alle Postämter weitergeführt und die Versorgungsqualität aufrechterhalten werden. Weiters kann daran gearbeitet werden, die Wirtschaftlichkeit zu verbessern, das Service auszubauen und damit auch die Bilanz eines jeden einzelnen Standortes zu verbessern. Dass diese Regierung daran überhaupt nicht interessiert ist, zeigt die Tatsache, dass sogar Ämter geschlossen werden, die durch den Einsatz der Postbediensteten in den letzten Jahren sogar eine Verdoppelung ihres Umsatzes erreicht haben. "Immer mehr wird klar dass es nicht um eine Verbesserung des Service für die Bevölkerung geht, sondern ausschließlich um ein Zurückschrauben der Versorgungsqualität und die Konzentration der Post ausschließlich auf solche Standorte, die hohe Gewinne schreiben. Dass dabei besonders die ländlichen Regionen auf der Strecke bleiben werden, ist klar", so Heinzl.
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