"profil": Rechtsextremisten suchen Kontakt zu Islamisten

Schweizer Rechtsextremist hielt in Vorarlberg Vorträge über "Heiligen Krieg" - verfügt über Beziehungen zu Bin Laden-Bank

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, pflegen europaweit tätige Holocaust-Leugner und rechtsextreme Gruppierungen seit geraumer Zeit Beziehungen mit islamistischen Fundamentalisten.

So unterhält etwa der in der Schweiz in der Nähe von Bern lebende, zum Islam konvertierte Ahmed Huber enge Kontakte zur rechtsextremen deutschen Partei NPD und zu Skinheadgruppen in der Schweiz. Gleichzeitig sitzt Huber im Verwaltungsrat der Nada Management Organisation, die bis zum Vorjahr eine Bank auf den Bahamas unterhielt. In der Vergangenheit wurde die Bank immer wieder im Zusammenhang mit Bin Laden-Geldern genannt.

Nada Management wird der fundamentalistischen Muslimbruderschaft zugerechnet. Bislang haben die Behörden allerdings keine Hinweise auf strafrechtlich relevantes Verhalten gefunden.

Im Gespräch mit "profil" bekräftigte Huber, er habe in der Vergangenheit Kontakt mit Mitgliedern der Terrororganisation Al Quaida von Osama Bin Laden gehabt. Außerdem habe er schon in den neunziger Jahren in den USA Islamisten und Rassisten kennen gelernt, die ankündigten, dass "es krachen wird in Amerika". Huber: "Diese Personen stehen sicher in Beziehung zu jenen Gruppen, die die Anschläge gemacht haben."

Huber, der die Anschläge in den USA als "medienpolitischen und finanzpolitischen Supererfolg" bezeichnet, versucht seit Jahren radikale islamistische Gruppierungen mit rechtsextremen Gruppen zu vernetzen. Schon der Prophet Mohammed habe gesagt, "dass in der Endzeit die Muslime die Juden töten werden", so Huber zu "profil".

Seine Vorträge führten Huber in der Vergangenheit auch nach Österreich. Zwei Mal referierte er Anfang der neunziger Jahre in Vorarlberg über den "Heiligen Krieg zwischen dem Abendland und dem Islam" und war zu dieser Zeit auch im ägyptischen Club in Wien zu Gast.

Huber steht auch in engem Kontakt mit dem österreichischen Holocaust-Leugner Wolfgang Fröhlich, einem ehemaligen FPÖ-Bezirksrat in Wien, der vor mehr als einem Jahr wegen eines NS-Wiederbetätigungs-Prozesses untergetaucht ist. Fröhlich versuchte seit geraumer Zeit ein Buch mit dem Titel "Der Gaskammerschwindel" zu publizieren.

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 534 70 DW 2501 und 2502

"profil"-Redaktion

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PRO/OTS