Fruchtbare Zusammenarbeit Wasserwirtschaft - Naturschutz

LIFE-NATUR-Projektstart in Bregenz

Bregenz (VLK) - Anlässlich des LIFE-NATUR-Projektsstarts
"Sanierung Mehrerauer Seeufer" unterstrichen Wasserwirtschaftsreferent Landesstatthalter Hubert Gorbach
und Umweltlandesrat Erich Schwärzler heute, Freitag, im
Yachtclub in Bregenz einmal mehr die gute Zusammenarbeit
zwischen Wasserwirtschaft und Naturschutz am österreichischen Bodenseeufer. Kritisch bemerkt wurde, dass der Bund reine Renaturierungsprojekte nicht fördert. ****

"Dieses Projekt mit dem Ziel, die Flachwasserzone des
Bodensees zu vergrößern - was wiederum große Bedeutung für
die Wasserqualität des Bodensees und das Naturschutzgebiet Mehrerauer Seeufer hat -, ist ein weiterer Beweis für die
Frucht bringende Kooperation von Naturschutz und
Wasserwirtschaft", betonten Schwärzler und Gorbach. Die
Zielsetzung des modernen Schutzwasserbaus umfasse auch die
Sicherung ökologischer Funktionen der Gewässer.

Das österreichische Bodenseeufer ist laut Gorbach im internationalen Vergleich sehr positiv zu bewerten; es ist
auf weiten Strecken naturnah und fast im gesamten Bereich öffentlich zugänglich: "Durch massive Anstrengungen bei der Abwasserreinigung konnte in den letzten Jahrzehnten eine gute Wasserqualität des Sees erreicht werden. Nun wird auch in der internationalen Zusammenarbeit ein Schwerpunkt auf die
Erhaltung und Verbesserung der Uferbereiche gelegt."

Schwärzler: "Mehr als 60 Prozent des österreichischen Bodenseeufers sind durch den verantwortungsbewussten Umgang
eine weitgehend natürliche Landschaft, welche auch als Naturschutzgebiet und Natura 2000-Gebiet geschützt ist. Es
geht beim Life-Natur-Projekt nicht darum, den Menschen aus
der Landschaft auszuschließen, sondern durch kooperative
Vernetzung der Naturschutz- und Erholungsinteressen sowie
Einhaltung der Hausordnung der Natur eine langfristige
Erhaltung der Naturoase zu sichern."

Das Projekt mit Gesamtkosten von 28 Millionen Schilling
(2,04 Millionen Euro) wird vom Land durch eine Förderung aus
dem Naturschutzfonds und aus dem Wasserbaubudget maßgeblich unterstützt. "Leider werden für reine
Renaturierungsmassnahmen keine Bundes-Wasserbau-Mittel zur Verfügung gestellt", bedauerte Gorbach; die neuen Förderrichtlinien des Landes könnten hier entlastend wirken. Landesrat Schwärzler verwies darauf, dass für die Sanierung
und Verbesserung von ökologischen und landschaftsästethischen wertvollen Naturobjekten Mittel aus dem Naturschutzfonds bereitgestellt werden können. Weiters forderte er, dass bei
allen Bauprojekten schon in der Planungsphase Gesichtspunkte
der Ökologie mit berücksichtigt werden.
(ad/bl/gw,nvl)

Rückfragen & Kontakt:

Redaktion/Chef vom Dienst
Tel.: 05574/511-20137
Fax: 05574/511-20190
Hotline: 0664 625 56 68 oder 625 56 67
email: presse@vorarlberg.at
http://www.vorarlberg.at

Landespressestelle Vorarlberg

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVL/NVL