Stellungnahme zur OTS-Aussendung von STANDARD-Chefredakteur Dr. Gerfried Sperl vom 18. Okt. 2001

Erklärung der betroffenen Redakteurinnen und Redakteure sowie des Betriebsrates der Standard Verlagsgesellschaft m.b.H.

Wien (OTS) - Aus der Sicht der Betroffenen und des Betriebsrates wird durch die Erklärung der Chefredaktion zur Personalentwicklung im Standard sowohl den einzelnen Redakteurinnen und Redakteuren wie auch dem gesamten STANDARD Schaden zugefügt.

Besonders die Verletzung des Persönlichkeitsschutzes kann aus Sicht der Betroffenen und des Betriebsrates nicht unwidersprochen hingenommen werden, wenn ohne vorherige Information und ohne Einverständnis der Betroffenen personenbezogene Daten veröffentlicht werden.

Die Erklärung der Chefredaktion enthält darüber hinaus eine Reihe von falschen Angaben:

So wurde mit Kollegen Dr. Michael Hann nie über eine Gehaltskürzung verhandelt, vielmehr wurde ihm eine "Änderungskündigung" angedroht. Im Endeffekt wurde zwischen Dr. Michael Hann und der STANDARD-Geschäftsführung eine einvernehmliche Auflösung des Dienstvertrages vereinbart.

Sowohl Kollege Josef Kirchengast als auch Kollege Dr. Josef Ertl waren entgegen den Aussagen der Chefredaktion angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation des STANDARDS sehr wohl bereit, auf Gehaltsbestandteile im zweistelligen Prozentbereich zu verzichten.

Entgegen den Aussagen der Chefredaktion arbeitet Kollege Thomas Jäkle in der Wirtschaftsredaktion des Standard; ihm wurde eine Änderung seines freien Dienstvertrages angekündigt.

Die Betroffenen prüfen mit Unterstützung des Betriebsrates und eines Rechtsanwaltes die Möglichkeiten, rechtliche Schritte gegen die Chefredaktion einzuleiten.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Astrid Zimmermann,
Vorsitzende des Betriebsrates
Tel.: 01/53 170/295; 0699/100 28 656

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