Pirklhuber: Molterer öffnet Gentechnik-Verunreinigungen Tür und Tor

Grüne für Gentechnikfreie Zone Österreich

OTS (Wien) - Mit der angekündigten Saatgutverordnung öffnet BM Molterer Tür und Tor für Verunreinigung von Saatgut mit gentechnischen Organismen (GVO), so der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber. Laut neuer Verordnung soll der Grenzwert für Saatgut bei 0,5 Prozent liegen. "Damit können alle gentechnisch verunreinigten Sorten unter diesem Wert ausgebracht werden und innerhalb von kurzer Zeit wird kaum mehr GVO-freies Saatgut zur Verfügung stehen. Das ist verheerend für den Biolandbau, der sich zu einer gentechnikfreien Produktion bekennt", so Pirklhuber, und weiter, "anstatt für Österreich mit seinen vielen ökologisch sensiblen Gebieten und Biobauern Konzepte für gentechnikfreie Regionen zu entwickeln, beugt sich Minister Molterer Multis wie Pioneer."

Schon in der Vergangenheit wurde von Molterer nichts unternommen, um gentechnisch verunreinigtes Saatgut aus dem Verkehr zu ziehen. Bis vor wenigen Monaten verschanzten sich die zuständigen Minister Molterer und Haupt hinter dem Datenschutz und verweigerten den Bäuerinnen und Bauern Informationen über die kontaminierten Sorten. "Offensichtlich will man Pioneer mit dieser neuen Verordnung soweit entgegenkommen, damit sie keine Umsatzeinbußen für die kommende Anbausaision zu befürchten habe, so Pirklhuber.

Pirklhuber fordert im Gegensatz dazu die Einrichtung einer gentechnikfreien Zone Österreich und die Sicherstellung von GVO-freiem Saatgut für den Biolandbau.
"Es besteht derzeit keinerlei Notwendigkeit für gentechnisch verändertes Saatgut, vielmehr bringt es Risiken für die Umwelt und für die menschliche Gesundheit mit sich. Darüber hinaus gefährdet GVO-verunreinigtes Saatgut den konventionellen und ökologischen Landbau", ergänzt Pirklhuber. Für die Grünen steht fest, daß weder die österreichische Bevölkerung noch die Bäuerinnen und Bauern Gentechnik auf den Feldern haben wollen. Pirklhuber fordert BM Molterer auf, sich zu besinnen und endlich das Prinzip der Vorsorge geltend zu machen.

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