Deckeneinsturz im Hörsaal 3 des Neuen Institutsgebäudes

Wien (OTS) - Zum Deckeneinsturz im Hörsaal 3 des Neuen Institutsgebäudes (NIG) am Abend des 17. Oktobers 2001 können Details seitens der Universitätsleitung bekannt gegeben werden.

Die Decke stürzte während einer Vorlesung von Ass.-Prof. Mag. Dr. Andreas Novak, Institut für Statistik and Decision Support System, um etwa 17:50 Uhr ein. Ein Student hörte knackende Geräusche, daraufhin verließen die etwa 30 Studierenden gemeinsam mit Professor Novak den Hörsaal. Novak verständigte den Portier und ging danach noch einmal in den Hörsaal, um sich vom Pult seine Materialien zu holen. Beim Hinausgehen beobachtete er, wie die Deckenteile herunterbrachen.

Die Hörsäle 1, 2 und 3 im Neuen Institutsgebäude wurden sofort gesperrt, da sie eine ähnliche Deckenkonstruktion aufweisen.

Das Gebäude befindet sich im Eigentum des Bundes. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) hält das Fruchtgenussrecht. Ab 1. Jänner 2002 wird die BIG Alleineigentümerin des Gebäudes sein. Die Universität Wien als nachgeordnete Dienststelle des Bundes nutzt die Räumlichkeiten.

Eine technische Überprüfung durch die BIG wurde bereits veranlasst, und als verantwortliche Stelle wird die BIG Anzeige erstatten. Eine erste Sichtung durch gerichtlich beeidete Ziviltechniker fand heute Vormittag statt. Die Hörsäle 1, 2 und 3 des NIG müssen zwecks technischer Überprüfung und Sanierung voraussichtlich vier Monate geschlossen bleiben. Die Universität Wien arbeitet bereits an einem Hörsaal-Notprogramm, das die kurzfristige Umsiedlung der im NIG abgehaltenen Vorlesungen gewährleisten soll.

Bei der Umsiedlung muss vor allem beachtet werden, dass der Hörsaal 1 des NIG, nach dem Audi max der zweitgrößte Hörsaal der Universität Wien, ein Fassungsvermögen von 380 Hörern aufweist. Die Universitätsleitung versucht, durch Unterbringung der Lehrveranstaltungen in anderen, entfernteren Universitätszentren eine Lösung zu finden, die sowohl zeitlich als auch räumlich den Bedürfnissen der Studierenden entgegenkommt. Mit Unzulänglichkeiten für Studierende (z.B. längere Fahrtwege) muss jedoch gerechnet werden. Für eine größere Anzahl von Vorlesungen wird eine Lösung schon in den nächsten Tagen gefunden werden. Die volle Wiederaufnahme der betroffenen Lehrveranstaltungen erfolgt spätestens nach Allerheiligen.

Die Studierenden werden über Internet auf der Homepage der Universität Wien, aber auch vor Ort über die konkreten Änderungen des Hörsaalplanes informiert.

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Mag. Eva Kößlbacher
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