Seit 10 Jahren gibt es das NÖ Landesverkehrskonzept

LH Pröll: Grundlage für zukunftsträchtige und bedarfsorientierte Verkehrsinfrastrukturpolitik in Niederösterreich

St.Pölten (NLK) - "Mit der Öffnung der Grenzen Ende der achtziger Jahre wurde auch ein rascher Ausbau der Verkehrsinfrastruktur in Niederösterreich notwendig. Aus diesem Grund wurde ein Landesverkehrskonzept erarbeitet, das seit nunmehr zehn Jahren eine ganz wichtige Grundlage für eine zukunftsträchtige und bedarfsorientierte Verkehrsinfrastrukturpolitik in Niederösterreich darstellt", betonte heute Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll in einem Pressegespräch anlässlich des 10-jährigen Bestehens dieses Leitbildes. "Anhand dieses Leitbildes wurden und werden seither flächendeckend und niederösterreichweit Konzepte für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, und zwar in allen Bereichen der Mobilität, erarbeitet, der Finanzierungsrahmen gesichert und die Maßnahmen Schritt für Schritt umgesetzt. Mit dem Ziel: Mobilität zu sichern und Lebensqualität und Sicherheit zu gewährleisten", betonte Pröll.

Der Landeshauptmann zog anschließend Bilanz über die letzten 10 Jahre. Viele Großprojekte habe man seither realisieren können, dazu befänden sich derzeit zahlreiche Projekte im Bau- bzw. Planungsstadium. Allein für den Ausbau der Schieneninfrastruktur wurden in den vergangenen Jahren über 22 Milliarden Schilling (1.598.802.351,69 Euro) investiert. Dazu gehören der viergleisige Ausbau der Westbahn, der bis 2010 durchgehend fertiggestellt sein soll, ebenso wie der Ausbau der Ostbahn und der Verbindung nach Bratislava über Bruck an der Leitha und die Taktverdichtung der Südbahn von Wien nach Mödling (Viertelstundentakt) und weiter nach Wiener Neustadt (Halbstundentakt) sowie die Taktverdichtung auf der Badner Bahn (7,5 Minuten-Takt). Auch der Schienenverkehr im Raum Krems/Tulln - St.Pölten und St.Pölten - Hainfeld/Lilienfeld sei attraktiver gemacht worden. Große Anstrengungen unternehme das Land auch beim Ausbau des Park-and-ride-Systems. Bisher wurden 25.000 Stellplätze entlang des NÖ Schienennetzes geschaffen, in den nächsten Jahren sollen weitere 15.000 dazukommen. Darüber hinaus habe das Land für die Anschaffung von 240 neuen Doppelstockwaggons 1,7 Milliarden Schilling (123.543.818,09 Euro) zur Verfügung gestellt.

Weitere 7 Milliarden Schilling (508.709.839,18 Euro) wurden in den letzten Jahren in den Ausbau des Straßennetzes investiert. Dazu gehören u.a. die Fertigstellung der Ostautobahn und der Südautobahn inklusive der Umfahrung Münchendorf und Anbindung an die A 2, die Verbindung St.Pölten - Krems - Zwettl, die Umfahrungen Wolkersdorf, Mörtersdorf und Au sowie die Nordumfahrung Wiener Neustadt, der derzeit laufende dreispurige Ausbau der Westautobahn inklusive Pannenstreifen, die Neuerrichtung zahlreicher Grenzübergänge und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie Ortsdurchfahrten, Kreisverkehranlagen etc. Für Straßen- und Schienenbauvorhaben in Niederösterreich wurden in den letzten Jahren rund 30 Milliarden Schilling (2.180.185.025,04 Euro) aufgewendet.

Zu den Projekten, die sich in der Realisierungsphase (Größenordnung rund 25 Milliarden Schilling, 1.816.820.854,20 Euro) befinden, gehören u.a. der weitere Ausbau der Westbahn und die Güterzugumfahrung St.Pölten sowie der Bau der B 301 (Spatenstich ist am kommenden Donnerstag, 25. Oktober), der vierspurige Ausbau der A 2 bis Guntramsdorf, der weitere zweispurige Ausbau der B 304 bis Krems inklusive Donaubrücke Traismauer, die S 6, die Südumfahrung Tulln und die Umfahrung Ziersdorf.

In Planung befinden sich derzeit neben fehlenden Teilstücken für den durchgängigen viergleisigen Ausbau der Westbahn und die Anbindung des hochrangigen Schienennetzes an den Korridor V (Wien - Eisenstadt - Sopron) u.a. der Ring um Wien mit einer weiteren Donaubrücke, die Nordautobahn (Baubeginn 2003), die Spange Kittsee (Baubeginn ebenfalls 2003), die Verbindung Hollabrunn - Znaim (Fertigstellung 2008), der weitere dreispurige Ausbau der Westautobahn (Fertigstellung 2010) und der Ausbau zusätzlicher Grenzübergänge mit Anbindung an das hochrangige Straßennetz. Die Investitionen für all diese Projekte bezifferte der Landeshauptmann mit weiteren rund 50 Milliarden Schilling (3.633.641.708,39 Euro).

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