Dirnberger: Haupts 59. ASVG-Novelle bringt Spitzel-Chip

Haupts Rede von "Freiwilligkeit" ist Verhöhnung der Arbeitnehmer

Wien (OTS) - Der Plan von Minister Haupt, persönliche Daten "nur auf freiwilliger Basis" des Arbeitnehmers auf der Chipkarte zu speichern, ist eine völlige Verkennung der realen Bedingungen in den Betrieben und eine Verhöhnung der dort Beschäftigten. Die Arbeitnehmer werden vom Dienstgeber mit sanftem Druck gezwungen, alles bekannt zu geben. Arbeitnehmer auf Jobsuche müssen dann vorauseilend "freiwillig" die Zustimmung geben, wollen sie eine Chance bei der Bewerbung haben. Haupt führt den Spitzel-Chip ein." Das erklärt heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB-FCG-Fraktion) zum Entwurf der 59. ASVG Novelle, die kommenden Dienstag den Ministerrat passieren soll.

"Es ist einfach widerlich, dass Haupt immer wieder besonders deutlich auf die "Freiwilligkeit" des betroffenen Arbeitnehmers hinweist. Jeder, der sich halbwegs auskennt weiß, wie groß der Druck wird, damit alle schön brav ,freiwillig' sind. Und es wird nicht lange dauern und alle Arbeitgeber werden Lesegeräte für die Chipkarte haben, die sie dann von ihren Mitarbeitern - freiwillig selbstverständlich - verlangen um in deren Krankengeschichte einsehen zu können.

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Alfred Dirnberger,
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