In Österreich leiden 1 Million Menschen am Restless-leg-Syndrom

Dauerhafte Besserung bringt die Behandlung mit Medikamenten

Wien (OTS). "Oftmals sind die Apothekerinnen und Apotheker die ersten Ansprechpersonen für Menschen mit dem Restless-leg-Syndrom (RLS)." Das berichtet der Vizepräsident der Wr. Apotheker, Mag. Max Wellan, anlässlich des morgigen österreichweiten Aktionstages der RLS-Selbsthilfegruppen. In Österreich sind etwa 10 Prozent der Bevölkerung von dieser neurologischen Erkrankung betroffen.

Wellan: "Die Betroffen klagen über ein Kribbeln, Jucken und Ziehen in den Beinen. Diese Beschwerden treten nur in Ruhe, also meist im Bett auf, was zu Schlafstörungen führt. Die Betroffenen sind tagsüber todmüde, erschöpft, antriebslos und gereizt. " Kurzfristige Besserung bringt, so der Apotheker, massieren, bürsten, reiben. Aber auf Dauer muss diese neurologische Erkrankung mit Medikamenten behandelt werden, beim Absetzen der Medikamente kommen die Beschwerden wieder.

Verursacht wird die Erkrankung durch eine Störung des Dopaminhaushaltes im Rückenmark. Dopamin ist ein Botenstoff im Körper, der bei der Koordination der Bewegungen eine Rolle spielt. Ein Mangel an Dopamin führt auch zur Entstehung der Parkinson-Krankheit. Daher wird das Restless-leg-Syndrom mit niedrig dosierten Parkinson-Medikamenten behandelt, die aber ständig eingenommen werden müssen.

Wie Wellan erklärt, können Alkohol, Kaffee, Nikotin, Schokolade und alle kohlensäurehältigen Getränke, besonders jene mit Zuckerersatzstoffen, das Leiden verstärken. Zusätzlich wirken sich Stress, Aufregung und Kränkungen negativ auf das Krankheitsbild aus.

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