SCHENNACH: ORF - FORTELL ALS STIFTUNGSRAT UNVEREINBAR Ut.: Krassnitzer durfte nicht, Stöckl wurde gemobbt und Fortell in den Stiftungsrat gehievt - Ungleichbehandlung und Widersprüche

Wien (OTS) "Die Aufregung der Koalition über die Kandidatur von Barbara Stöckl für den Publikumsrat war laut, untergriffig und führte zur Zurücknahme ihrer Kandidatur. Beim Schauspieler Harald Krassnitzer wurde eine Unvereinbarkeit auf Grund seines Engagements für die ORF-produzierten 'Tatort'-Filme festgestellt. Gleichzeitig benennt der Bundeskanzler den ÖVP-nahen Schauspieler Fortell für den Stiftungsrat, obwohl Fortell wesentlich intensiver in ORF-Produktionen tätig ist. Unvereinbarkeitsregelungen gelten nur für die Opposition, aber offensichtlich nicht für die Bundesregierung", stellt der Mediensprecher der Grünen, Stefan Schennach fest.

"'Schloßhotel Orth' ist eine Auftragsproduktion des ORF, in der Fortell eine zentrale Rolle spielt. Entweder scheidet Fortell aus dieser Produktion aus, oder er muß von der Nominierung zum Stiftungsrat zurücktreten. Mit 'Schloßhotel Orth' steht Fortell in einem permanenten Lanzeitarbeitsverhältnis mit einer ORF-Produktion", erklärt Schennach. Ausserdem sei verwiesen, dass die Kunstschaffenden keinen Vertreter und keine Vertreterin nominieren durften, damit deren private Interessen nicht mit den Interessen eines Stiftungsrates kollidieren. "Ein solcher Interessenskonflikt ist bei Fortell evident. Darüberhinaus hat Fortell keinerlei Mandat von den Kulturschaffenden, deren Interessen gegenüber dem ORF zu vertreten", schließt Mediensprecher Schennach.

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