SP-Ludwig begrüßt neues Fortbildungsprogramm für Spitalspersonal

Anti-Gewalt-Arbeit muss umfassend sein

Wien (SPW) "Das ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Anti-Gewalt-Arbeit, der Vorbild für ganz Österreich sein sollte", zeigte sich die Frauensprecherin der SPÖ Wien, LAbg. Martina Ludwig am Freitag erfreut über das von den Stadträtinnen Renate Brauner, Elisabeth Pittermann und Grete Laska präsentierte neue Fortbildungsprogramm zur Thematik "Gewalt gegen Frauen und Kinder" für Spitalspersonal. "Anti-Gewalt-Arbeit muss umfassend sein und alle Bereiche der Politik umfassen - von der Gesetzgebung über die Unterstützung von Hilfseinrichtungen bis hin zu Information und Bewusstseinsarbeit", unterstrich Ludwig gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien. In diesem Zusammenhang erinnerte die SPÖ Wien-Frauensprecherin an die Initiative der Wiener SPÖ-Frauen "Stopp! Keine Gewalt", in der unter anderem ein Rechtsanspruch des Opfers auf Betreuung nach einer Gewalttat, die Einrichtung eines Traumazentrums für Opfer von Gewalttaten, ein verpflichtendes Tätergespräch und ein Verbot von Waffen in Privathaushalten gefordert werden. ****

"Gewalt an Frauen und Kindern ist kein privates Problem, sondern ein gesellschaftliches Problem, das uns alle angeht. Die Politik ist gefordert, alles zu unternehmen, um Frauen und Kinder vor Gewalt zu schützen und Opfern die bestmögliche Unterstützung zu bieten", so Ludwig. "Das nun von der Stadt Wien angebotene Fortbildungsprogramm für Spitalspersonal ist eine äußerst wichtige Maßnahme, weil sie sich an jene wendet, die unmittelbar mit der Betreuung von Gewaltopfern konfrontiert sind", erläuterte die SPÖ Wien-Frauensprecherin. Es sei nicht einfach, mit diesem sensiblen Thema umzugehen und familiäre Gewalt als solche zu erkennen, denn viele Opfer von Gewalt würden aus Scham oder Angst nicht über die Ursache ihrer Verletzungen sprechen. Politisches Ziel sei es, dass Gewalt an Frauen und Kinder kein Tabuthema mehr sei. "Im Mittelpunkt steht hier die Präventionsarbeit und dass Gewaltopfern rasche und effiziente Hilfe angeboten wird", so Ludwig. Die blauschwarze Bundesregierung sei gefordert, die Anti-Gewalt-Arbeit nach dem Vorbild Wiens zu unterstützen, statt bei wichtigen Frauenprojekten einzusparen, richtete Ludwig anschließend einen Appell an die Bundesregierung. (Schluss) gd

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 534 27 - 235

Pressedienst der SPÖ Wien

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DSW/DSW