Laska, Brauner und Pittermann setzen deutliches Zeichen gegen häusliche Gewalt

Fortbildungsprojekt "Gewalt gegen Frauen und Kinder" an Wiener Spitälern

Wien (SPW) Sozialstadträtin, Vizebürgermeisterin Grete Laska, Frauenstadträtin Renate Brauner und Gesundheitsstadträtin Elisabeth Pittermann luden am Freitag zu einem Pressegespräch anlässlich der Startveranstaltung des Fortbildungsprogramms "Gewalt gegen Kinder und Frauen" für Spitalspersonal. Die drei Stadträtinnen betonten, wie wichtig es sei, das Thema Gewalt in der Familie aus der Tabuzone herauszuholen und für einen Bewusstwerdungsprozeß in der Öffentlichkeit zu sorgen.****

Häusliche Gewalt wurde erst in den letzten Jahren als gesellschaftliches Problem anerkannt - dabei handelt es sich um ein Massenphänomen, das alle Schichten betreffe. Laut polizeilichen Angaben wird jede fünfte in einer Beziehung lebende Frau von ihrem Partner misshandelt; zwischen 150.000 und 300.000 solcher Fälle werden jährlich registriert. Diese Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit von konkreten Maßnahmen zum Gewaltschutz.

Stadträtin Brauner verwies in diesem Zusammenhang auf das bereits bestehende Netzwerk spezifischer Einrichtungen der Stadt Wien. So verfüge Wien über genügend Frauenhausplätze und biete einen 24 Stunden Notruf an. Natürlich müsse künftig alles unternommen werden, um dieses Netz durch Kooperation verschiedener Einrichtungen und Fachleute noch enger zu knüpfen. Die Stadträtinnen begrüßten daher ausdrücklich den Start des Fortbildungsprojekts am Donauspital und Kaiser Franz Joseph Spital.

Abschließend unterstrich Brauner, das beste Mittel gegen häusliche Gewalt sei eine Veränderung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, - sprich der Kampf für die ökonomische Eigenständigkeit der Frauen. (Schluss) tr

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