ÖGB deutlich gestärkt

GLB: ÖGB-Führung trägt große Verantwortung

Wien ( OTS ) - Als eine deutliche Stärkung des Österreichischen Gewerkschaftsbundes als Faktor der Innenpolitik wertet der Gewerkschaftliche Linksblock im ÖGB (GLB) das vorläufige Endergebnis der Urabstimmung. Die Bundesregierung könne nun nicht mehr weiter die Meinung der Gewerkschaften und der von ihnen vertretenen ArbeitnehmerInnen ignorieren, meint GLB-Vorsitzender Manfred Groß.

"Wenn sich rund 55 Prozent der Abstimmungsberechtigten, also mehr als 800.000 ÖGB-Mitglieder an dieser ersten Urabstimmung seit Bestand des ÖGB beteiligten, dann spricht das nicht nur für die demokratische Reife der organisierten ArbeitnehmerInnen, sondern auch für ihre Erwartungen in die Organisation. Und es ist ein deutliches Signal an die Bundesregierung, in ihren politischen Entscheidungen nicht mehr wie bisher über die Köpfe der Betroffenen hinwegzufahren. Mehr noch:
Die Regierung muß wissen, dass sie mit ernsthaften Konfrontationen zu rechnen hat.", meint der GLB-Vorsitzende.

Manfred Groß appelliert an die ÖGB-Führung, das Ergebnis der Urabstimmung in der praktischen Gewerkschaftspolitik umzusetzen und den eindeutigen Auftrag der Mitglieder zu verstehen. Wenn sich 88 Prozent der gültigen Stimmen für einen kämpferischen Weg ausgesprochen haben, so stellt dies eine Legitimation dar, die in den kommenden schwierigen Konfrontationen die entscheidende Grundlage für Maßnahmen, bis hin zum Streik, sein muß. So gesehen hat die gesamte Organisation über alle fraktionellen Grenzen hinweg eine große Verantwortung gegenüber den Beschäftigten übernommen. Der Gewerkschaftliche Linksblock wird sich im Sinne einer kämpferischen Umsetzung der Ergebnisse der Urabstimmung engagieren, zumal die Urabstimmung selbst seinen langjährigen Vorstellungen entspricht und einen wichtigen Schritt in Richtung Demokratisierung der Gewerkschaften darstellt.

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