Alternative und Grüne Gewerkschaft: "ÖGB-Mitglieder wollen mitbestimmen!"

AUGE/UG fühlen sich in Forderung nach Demokratisierung des ÖGB bestätigt.

Wien (Grüne) - "Die ÖGB-Mitglieder haben ein deutliches Zeichen gesetzt. Sie wollen die Gewerkschaftspolitik mitbestimmen. Beim ÖGB besteht jetzt dringender Handlungsbedarf. Die logische Konsequenz aus der Urabstimmung kann nur eine tiefgreifende Demokratisierung der Gewerkschaften sein, meint Klaudia Paiha, Bundessprecherin der Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen (AUGE/UG)." "Die Gewerkschaftsbasis hat klar zum Ausdruck gebracht, dass sie nicht mehr bereit ist alles zu schlucken, was Regierung und Arbeitgeber vorsetzen. Es liegt jetzt am ÖGB notfalls Kampfmaßnahmen einzuleiten, etwa wenn die Abfertigung Neu zu Lasten der ArbeitnehmerInnen geht. Die Legitimation dafür hat er bekommen!"

Die AUGE/UG fordert nun Urabstimmungen zu den geplanten Gewerkschaftsfusionen. "Viele BetriebsrätInnen und Mitglieder fühlen sich von Sallmutter und Nürnberger überfahren. Es ist notwendig eine breite Diskussion über die Zukunft der Gewerkschaften zu führen, in die BetriebsrätInnen und Mitglieder aktiv eingebunden werden. Die Stärke der Gewerkschaften kommt von ihrer Basis - ihren Mitgliedern und BetriebsrätInnen. Die Einigung kann nur dann ein Erfolg werden, wenn sie von einer breiten Basis getragen wird," so Paiha.

Die Gelegenheit tiefgreifende demokratische Reformen durch zu führen müsse jetzt ergriffen werden. Die Dynamik die im Rahmen der Zusammenschlüsse der Einzelgewerkschaften entstanden ist, bietet die Möglichkeiten, längst überfällige Reformen zu verwirklichen. Es gilt, Plattformen für MigrantInnen, atypisch Beschäftigte und Arbeitslose zu schaffen. Urabstimmungen - etwa zu Kollektivvertragsverhandlungen - dürfen nicht mehr Ausnahmen sein, sondern müssen vielmehr zur Regel werden. Minderheitenrechte müssen abgesichert werden, die Vorsitzenden direkt von den Mitgliedern gewählt werden.

Klaudia Paiha abschließend: "Die Stärke des ÖGB und der Erfolg von Kampfmaßnahmen hängt von der Identifikation der Mitglieder mit ihrer Gewerkschaft ab. Und da kann ein Mehr an Demokratie nur hilfreich sein. Der ÖGB ist aufgerufen, die Zeichen der Zeit zu erkennen und zu einer lebendigen und offenen Organisation zu werden. Wer sich vor mehr Demokratie fürchtet, kann nur verlieren!"

Rückfragehinweis: AUGE/UG: 01/505 19 52

Klaudia Paiha 0664/212 72 01

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